Ein Bierchen in Ehren kann niemand verwehren … Es kommt darauf an. Schenkt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie Glauben, sollten Menschen, denen an einem langen, gesunden Leben gelegen ist, darüber nachdenken „Nein, danke“ zu sagen. Zumindest, wenn es nicht um ein Bierchen, sondern ums regelrechte Saufen geht. Denn diese Untersuchung belegt: Je mehr Alkohol man trinkt, desto rascher scheint die Zellalterung voranzuschreiten …

Die Forscher der Universität Kobe in Japan konnten für ihre Untersuchung 255 Probanden zwischen 41 und 85 Jahren gewinnen. 134 waren Alkoholiker, die übrigen Teilnehmer stellten eine Kontrollgruppe ohne Alkoholprobleme da. Mithilfe der Probanden konnten die Experten nachweisen, dass die sogenannten Telomere in den Chromosomen von Alkoholkranken kürzer sind als die von gesunden Menschen. Damit ist das Risiko, Alterskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Demenz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, für starke Trinker deutlich erhöht. Telomere sind eine Art Kappe, die sich am Ende der Chromosomen befindet. Bei jeder Zellteilung verschwindet ein winziges Stückchen dieser Telomere.

Sie werden mit dem Alter also kürzer, bilden einen Gradmesser für Gesundheit und Alterung. Durch die Studie aus Japan wird offenbar: Neben der normalen Alterung setzt starkes Trinken den Telomeren zu – unsere Zellen werden quasi altgetrunken. Vitamin-B1-Mangel konnte von den Wissenschaftlern im Zuge der Studie ebenso mit der Telomer-Verkürzung in Verbindung gebracht werden: „Es ist bekannt, dass ein solcher Mangel zu neurologischen Beeinträchtigungen führen kann“, so Dr. Naruhisa Yamaki, einer der Studienverantwortlichen. Auf welche Weise neben dem Alkohol auch B1-Mangel die Telomere schädige, sei aber noch nicht bekannt.

Quelle: aponet.de