Bei gutem Wetter haben Schankwirte Hochsaison. Kaum scheint die Sonne, verlassen die Menschen fast schon panikartig ihren Bau und strömen scharenweise in Richtung Biergarten, um sich an einem, zwei oder vielleicht auch drei frisch gezapften Pils zu laben. Ein guter Laden wird dem Ansturm einer durstigen Herde locker gerecht, doch mancherorts leidet die Qualität, wenn es schnell gehen muss. Wir verraten euch, woran ihr erkennen könnt, ob ihr besser gleich kehrtmacht, um euch ein anderes Wasserloch zu suchen.

Unter dem Zapfhahn stehen halb gefüllte Gläser

Ein klarer Hinweis auf die weit verbreitete Unsitte des Vorzapfens. Beherrscht der Barmann sein Handwerk, und verfügt im Idealfall noch über eine gute Schankanlage, ist dies nicht nötig. Das Bier wird dabei bloß schal.

Bier wird aus mehreren Gläsern zusammengeschüttet

Sieht nicht appetitlich aus, und ist es auch nicht. Beim Zusammenschütten geht nämlich ordentlich Kohlensäure verloren. Außerdem könnt ihr davon ausgehen, dass die verwendeten Reste warm sind. Erfrischendes Biervergnügen schmeckt anders.

Beim Zapfen hält der Wirt den Hahn ins Bier

Schlechte Technik. Auf diese Art und Weise wird Luft hineingedrückt und Kohlensäure entweicht. Hinzu kommt, dass sich dabei Bakterien am Hahn sammeln.

Es bilden sich Bläschen an der Glaswand

Erwischt! Da hat wohl jemand das verwendete Glas schlecht gereinigt.

Laut Wirt braucht ein gutes, gezapftes Bier sieben Minuten

Jaja, und vom Hobeln wird man blind. Sieben Minuten sind viel zu lange. Da geht beim Zapfen bereits ein ganzer Schwung Kohlensäure verloren.

Quelle: bild.de