Die Mikrowelle, seit vielen Jahrzehnten ist sie für etliche Menschen aus ihrer Küche nicht mehr wegzudenken. Der praktische Helfer, nicht nur bei der Zubereitung von Gerichten, sondern auch zum Auftauen und für andere Handgriffe der Speisenbereitung. Auch Speisen vom Vortag kann man prima darin aufwärmen, oder? Jein. Denn es gibt bestimmte Lebensmittel, bei denen man tunlichst davon Abstand nehmen sollte, weil es sogar gefährlich werden kann: Magenkrämpfe und Schlimmeres drohen.

Im Folgenden findet ihr eine Aufstellung von sechs Lebensmitteln, bei denen ihr besser davon absehen solltet, sie in der Mikrowelle zu erwärmen.

Spinat

Den Spinat besser nicht aufzuwärmen, das gilt als unausgesprochenes Gesetz  in so gut wie jeder Küche. Denn die Pflanze gilt als sehr reich an Nitrat – und diese Chemikalie kann sich bei Raumtemperatur in giftiges Nitrit verwandeln. Das führt nicht nur zu Übelkeit, Durchfall sowie Erbrechen, sondern kann im Zusammenspiel mit bestimmten Eiweißabbauprodukten sogar krebserregende Nitrosamine erzeugen. Daher lässt man besser die Finger von aufgewärmtem Spinat, außer man beachtet diese Regeln:

Reste sollte man möglichst schnell abkühlen, da Kälte die Nitritbildung verlangsamt. Allerdings nicht ewig, auch im Kühlschrank geht es damit weiter, verbraucht die Reste also möglichst schnell – länger als zwei Tage warten und es kann gefährlich werden. Aufwärmen solltet ihr den Spinat nur im Topf bei über 70 Grad und für zwei Minuten, in der Mikrowelle ist die Hitze zu ungleichmäßig verteilt.

Pilze

Die Spinat-Regeln hört man im Kontext von Pilzen auch immer wieder in den Küchen – und das zu Recht. Werden Pilze zu lange bei Raumtemperatur gelagert, können sich auf ihrem wasser- und proteinreichen Material schädliche Kleinstorganismen bilden, die mit dem Pilz gefährliche Giftstoffe erzeugen. Die Folge: Brechdurchfall und Übelkeit. Daher solltet ihr Pilze rasch verbrauchen, nicht länger als einen Tag und nur im Kühlschrank aufbewahren und das Gericht beim Aufwärmen in einem normalen Topf auf dem Herd bei über 70 Grad gut durcherhitzen.

Hähnchen

Aufgewärmtes Hähnchenfleisch hat andere Proteinstrukturen als frisch zubereitetes – in der Folge bekommt unser Magen Probleme, weil er die Proteine nicht mehr richtig spalten kann. Verdauungsstörungen, Übelkeit und Durchfall können die Folge sein. Zudem besteht bei Geflügelfleisch immer das Risiko von Salmonellen, die auch bei der ersten Zubereitung nicht vollständig vernichtet wurden – wurde das Geflügelgericht zwischenzeitlich gelagert, konnten sich diese weitervermehren. Die Mikrowelle wird mit solchen Salmonellenherden nicht fertig, eine Salmonelleninfektion eures Körpers kann die gefährliche Folge sein.

Wenn ihr eure Hähnchengerichte also nicht vollständig beim ersten Mal aufbrauchen könnt, dann erwärmt sie auf keinen Fall in der Mikrowelle, sondern erhitzt das Geflügel besser vollständig und gleichmäßig im Topf oder Pfanne durch. Achtet darauf, dass die Kerntemperatur stimmt, euer Fleisch also auch in der Mitte richtig heiß ist.

Eier

Was für die Proteinstrukturen des Hähnchenfleisches gilt, trifft auch beim Ei zu: Egal, in welcher Form ihr es letztendlich erwärmt, es besteht immer ein gewisses Risiko, dass sich besagte Proteinstrukturen ändern und die Gerichte eurem Magen zu schaffen machen. Auch Eier können ein idealer Salmonellen-Nährboden sein. Sämtliche Regeln, die oben für Hühnerfleisch aufgeführt wurden, gelten daher auch beim Ei: Durcherhitzen und möglichst frisch zubereitet essen, nicht in der Mikrowelle aufwärmen.

Kartoffeln und Reis

Auch diese beiden Grundnahrungsmittel sollte man möglichst direkt nach der Zubereitung kaltstellen – stehen sie länger bei Zimmertemperatur herum, bevor sie in den Kühlschrank wandern, lagern sich auf ihnen oft Sporen oder Bakterien an. Bei einer Erwärmung in der Mikrowelle werden diese keinesfalls gleichmäßig abgetötet und im absolut schlimmsten Fall kann eine Lebensmittelvergiftung die Folge sein. Daher gelten auch hier die bei den anderen Punkten erwähnten Erhitzungsregeln.

Quelle: utopia.de