Pulled Pork im Ofen selber machen – Wer seinen Gästen mal so richtig zeigen will, wo der BBQ Hammer hängt, der serviert ihnen selbst zubereitetes Pulled Pork. Dafür benötigt man dem Originalrezept nach allerdings einen Smoker – also einen Grill, der Fleisch nicht mit direkter oder indirekter Hitzeeinwirkung, sondern mit heißem Rauch gart. Und den hat sicherlich nicht jeder einfach mal so bei sich herumstehen. Damit ihr aber nicht auf das gruselige Zeug aus dem Supermarkt zurückgreifen müsst, haben wir für euch ein Rezept herausgesucht, bei dem ihr das Pulled Pork auch im Backofen zubereiten könnt. Das geht sogar etwas schneller, Geduld braucht ihr trotzdem.

Und folgende Zutaten:

  • 2 ½ kg    Schweinefleisch aus dem Nacken (ohne Knochen)
  • 250 ml    Apfel- oder Ananassaft
  • 150 ml    Gemüsebrühe, doppelt konzentriert
  • 3 EL       brauner Zucker
  • 4 EL       Grillgewürz nach Wahl

Wollt ihr das Pulled Pork stilgerecht als Burger servieren, benötigt ihr außerdem noch Brötchen, BBQ-Sauce und Krautsalat, wahlweise Coleslaw.

Los geht’s: Pulled Pork im Ofen selber machen

Mit den Vorbereitungen müsst ihr einen Tag vor dem Servieren beginnen. Als Erstes mischt ihr eure favorisierte Grillgewürzmischung mit 1 bis 2 Esslöffeln Zucker, um dem Ganzen eine süßliche Note zu verleihen. Alternativ besorgt ihr euch gleich ein passendes „Rub“ eurer Wahl, also eine spezielle Gewürzmischung zum Einmassieren in Fleischware, die es im Handel fertig zu kaufen gibt.

Damit reibt ihr euren Braten dann so richtig ordentlich ein. Damit die Gewürzmischung besser hält, könnt ihr das Fleisch vorher mit etwas Speiseöl beträufeln oder sehr fein mit Senf bestreichen. Seid ruhig verschwenderisch und arbeitet das Gewürz auch tief in die Dellen und Ritzen ein, bis sich das Fleisch ganz trocken anfühlt. Steckt den Kollegen dann in einen Gefrierbeutel, aus dem ihr die Luft komplett herausdrückt und für mindestens zwölf, idealerweise 24 Stunden ab in den Kühlschrank damit.

Am Tag der Zubereitung holt ihr den Braten aus dem Kühlschrank und gönnt ihm eine weitere Stunde Ruhe, damit er Raumtemperatur nehmen kann. Heizt schon mal den Ofen auf 110 °C Ober-/Unterhitze vor und macht euch an den sogenannten „Mop“, indem ihr den Fruchtsaft mit ein bis zwei Esslöffel Zucker und der ordentlich konzentrierten Brühe (viel Pulver, wenig Wasser) mischt. Holt nun den Braten aus dem Beutel und gebt den restlichen Inhalt in die Fruchtsaftmischung. Wer so richtig dick auftragen möchte, besorgt sich eine Bratenspritze und „impft“ das Fleisch, was es noch würziger und saftiger macht.

Füllt eure Mop-Sauce dann in eine Auflaufform, oder sonstige feuerfeste Schale, die auf jeden Fall größer als der Braten sein muss, und stellt diese auf ein Backblech, das ihr auf die unterste Schiene im Ofen schiebt. Steckt ein Bratenthermometer mittig in das Schweinefleisch und legt es auf einen Grillrost auf mittlerer Schiene über die Schale mit der Fruchtsaftmischung.

Jetzt heißt es Geduld beweisen

Nach drei bis vier Stunden sollte der Braten eine Kerntemperatur von etwa 70 °C haben und ihr könnt damit beginnen, das Fleisch alle 45 Minuten regelmäßig mit der Mop-Sauce, die ihr mit dem ausgetretenen Fleischsaft verrührt, zu bepinseln. Das macht ihr solange, bis nach ca. 6 Stunden eine Kerntemperatur von 90 °C erreicht ist.

Die Dame, die das hier zugrundeliegende Rezept verfasst hat, warnt davor, sich nicht zu wundern, wenn die Kerntemperatur während der sogenannten „Plateauphase“ bis zu einer Stunde lang nicht mehr steigt, und manchmal sogar etwas absackt. Das sei normal, und ihr solltet dann auf keinen Fall die Temperatur erhöhen, sondern einfach Geduld haben.

Finale

Habt ihr die 90 °C erreicht, könnt ihr den Ofen ausschalten, den Braten herausholen und erst gut in Alufolie und dann fest in Handtücher einwickeln. Haltet das Fleisch dann mindestens eine Stunde warm, indem ihr es wieder in den Ofen, in eine Thermobox oder sogar in euer Bett legt. Die Flüssigkeit aus der Schale wird dabei natürlich aufbewahrt. Wenn ihr den Braten schließlich aus seiner Verpackung holt, schüttet ihr die darin gesammelte Flüssigkeit noch dazu.

Erhitzt die Soße in der Mikrowelle, während ihr das Fleisch auf einem großen Holzbrett mit zwei Gabeln auseinanderzupft, sodass ihr das Fett wegnehmen könnt und zarte, zerfaserte Fleischstücke erhaltet. Gebt diese in eine Schüssel und begießt Lage für Lage mit der Soße. Alufolie drüber und bis zum Verzehr bei 50 °C warm halten.

Für einen anständigen Pulled-Pork-Burger serviert ihr das Fleisch dann ganz einfach mit Krautsalat/Coleslaw und BBQ-Sauce im Brötchen. Und seid euch gewiss: Eure Gäste werden euch lieben!

Quelle: chefkoch.de