Wie ging dieser althergebrachte Werbespruch aus den Siebzigern oder Achtzigern noch? „Die Milch macht’s“? Sie galt lange als das absolute Gesundgetränk, doch scheinbar macht sie auch krank. Zumindest, wenn man es mengenmäßig übertreibt. Dies weist eine neue Studie der Universität von Uppsala nach, an der über 60.000 Frauen und 45.000 Männer mittleren bis hohen Alters teilnahmen. Die Forscher warnen: Jedes Glas zu viel erhöht das Sterblichkeitsrisiko. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im renommierten „British Medical Journal“.

Besonders für die Knochen und den Muskelaufbau soll Milch gut sein, so lautete allgemein das Motto, wenn es um den nahrhaften Eutersaft geht. Doch die neue Untersuchung widerlegt diese Behauptung – demnach begünstigt zu viel Milch Krankheiten wie Osteoporose und die Brüchigkeit der Knochen und soll zudem das Risiko eines verfrühten Todes steigern. Doch wie viel Milch ist zu viel?

Arthrose und erhöhte Sterblichkeit

Bei Frauen geht es demnach konkret um drei Gläser Milch pro Tag – diese Menge oder mehr steigert den Wissenschaftlern zufolge das Sterblichkeitsrisiko um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu Damen, die lediglich ein Glas Milch pro Tag konsumieren. Brüche, insbesondere Hüftbrüche, treten bei Milchtrinkern zudem öfter auf als bei Kuhsaft-Abstinenzlern. Der Fettgehalt der getrunkenen Milch spiele dabei nicht die geringste Rolle. Die Forscher können auch konkrete Stoffe nennen, die in der Milch verantwortlich für diese Risiken zeigen: Die beiden Milchzuckerarten Laktose und Galaktose.

Beide sollen das Auftreten chronischer Erkrankungen im menschlichen Körper begünstigen, darunter auch den Gelenkverschleiß Arthrose. Auch verfrüht beginnende Alterungsprozesse sowie eine geringere Lebenserwartung werden den beiden Milchzuckern zugeschrieben. Nicht betroffen von dieser „Milchgefahr“ seien hingegen Butter, Käse und Joghurt.

Quelle: tag24.de