Mogelpackung des Monats: Weniger M&M‘s in Packung – obwohl „Large“ draufsteht – Es muss wohl nicht lange darüber debattiert werden, dass ein „Large“ auf einer Verpackung stolz verkündet: Hier ist mehr drin als in der Standardversion. Sollte man zumindest meinen – denn laut der Verbraucherzentrale Hamburg hat der Hersteller Mars die Anzahl an M&M‘s in den Packungen reduziert, den Preis erhöht und dann auch noch „Large“ draufgeschrieben. Es gibt ja schließlich noch kleinere Packungen.

Mars wendet diesen Trick nicht zum ersten Mal an: Der Verbraucherzentrale zufolge sind M&M’s seit 2007 ganze 119 Prozent teurer geworden.

So wurde aus der 330-Gramm-Packung nun eine 300-Gramm-Packung, 250 Gramm hat man auf 220 Gramm reduziert, 281 Gramm auf 255. Damit sind die kleinen Zuckerbomben auf einen Schlag um bis zu 14 Prozent teurer geworden.

Als Erklärung für die Preiserhöhung führt Mars, neben höheren Kosten für Logistik und Beschaffung, den Verzicht auf den künstlichen Farbstoff Titandioxid an. Allerdings enthalten M&M‘s nicht nur weiterhin äußerst billige Zutaten wie Palmfett und künstliche Aromen, sondern bestehen vor allem zu 66 Prozent aus Zucker – deutlich mehr als in Vollmilchschokolade oder Gummibären.

Von daher haben sich M&M’s aus Sicht der hanseatischen Verbraucherschützer den Titel „Mogelpackung des Monats“ (un)redlich verdient.

Damit festigt der Konzern Mars seinen Stammplatz in einen gar nicht mal so exklusiven Club, dem zum Beispiel auch der Schoko-Weihnachtsmann oder der Schmunzelhase von Milka angehören, ebenso wie die Kinderschokolade von Ferrero oder diverse Produkte aus dem Sortiment von Nestlé.

Neben der Mogelpackung des Monats lässt die Verbraucherzentrale unter fünf Kandidaten jedes Jahr auch die Mogelpackung des Jahres küren. 2020 heimste das „Frucht-Müsli“ aus dem Hause Seitenbacher den Titel ein (MANN.TV berichtete https://www.mann.tv/essen/verbraucherzentrale-kuert-mogelpackung-des-jahres), nachdem der Hersteller die Füllmenge von 1.000 auf 750 Gramm reduziert und den Preis im Handel gleichzeitig erhöht hatte – eine versteckte Preiserhöhung von satten 75 Prozent!

Quelle: stern.de