Dass Fastfood nicht eben ein Jungbrunnen für Gesundheit ist, dürfte sich mittlerweile bei jedem herumgesprochen haben. Wie ungesund Junkfood über die Zeit geworden ist, hat die britische „Sun“ gerade berichtet: So sind dort die Produkte aus dem Hause McDonald‘s weitaus ungesünder geworden, als sie es vor 30 Jahren noch waren. Im Vergleich zu einem Infoblatt aus dem Jahr 1989 haben die Leckereien aus dem Restaurant zur goldenen Möwe kräftig zugelegt, wenn es um Kalorien, Zucker und Salz geht. Für Zusatz- und Konservierungsstoffe fehle hingegen ein Vergleich.

So sei der Zuckergehalt in den Burgern um bis zu dreimal höher als früher, bei sinkendem Proteingehalt – beim Big Mac betrage das Zucker-Plus sogar 221 Prozent! Auch die Pommes hätten zugelegt, 42,8 Prozent mehr Kalorien, 17,2 Prozent mehr Fett und 24,0 Prozent mehr Salz. Beim Vanille-Shake sieht es ähnlich aus: 25,2 Prozent Kalorien-Plus, 31 Prozent mehr Zucker, 23 Prozent mehr Fett. Da insbesondere der Lebensmittelindustrie heutzutage dauernd abverlangt wird, Zucker, Salz, gesättigte Fette und Kalorien in ihren Produkten zu senken, ist eine solche Entwicklung bei McDonald‘s für viele Experten ein rotes Tuch:

„McDonald‘s hat da was nicht mitbekommen“, betonte Professor Graham McGregor von der Initiative „Action on Sugar“. McDonald‘s in Großbritannien wollte sich nicht konkret zu dem „Sun“-Bericht und den Prozentwerten äußern. Das Unternehmen ließ lediglich verlautbaren, dass 90 Prozent seiner Produkte sich im Bereich von unter 500 Kalorien bewegen. Zudem gebe der Konzern „seit mehr als 30 Jahren die Nährwerte klar an, an der Bestellkasse und als Informationsblatt auf dem Tablett“.

McDonald‘s Deutschland betonte hingegen auf Anfrage der „BILD“, dass sich an den Rezepturen der Kernprodukte prinzipiell nichts geändert habe – und wenn, dann nur, um Fett, Zucker und Salz zu senken, nicht zu erhöhen. Die Nährwerte seien dabei stabil geblieben, betont die Pressestelle des Fastfood-Giganten. Unabhängig informiere man seine Kunden seit 20 Jahren offen über Nährwerte in den Produkten – in den Restaurants, aber auch auf digitalem Wege.

Quelle: bild.de