Die Marotte, das ist ein altertümliches Wort für eine seltsame oder schrullige Angelegenheit, das auf eine Puppe zurückgeht. Doch seit Kurzem gibt es auch eine andere Marotte – wenngleich diese ein Wortspiel darstellt: Im englischen „Marrot“ sind nämlich zwei Wörter zum Streich eines Unternehmens verschmolzen, das mit seiner „Marotte“ in den Kampf gegen vegane Ersatzprodukte gezogen ist.

„Marrot“ setzt sich aus den Wörtern „meat“ (= Fleisch) und „carrot“ (= Karotte) zusammen. Die US-Fastfoodkette Arby’s hat dieses Produkt als klare Kampfansage konzipiert. Ihr Argument: Wenn es vegane Ersatzprodukte gibt, die wie Fleisch aussehen dürfen, sollte es auch Fleischprodukte geben, die wie Gemüse aussehen. „megetables“, also „Fleischgemüse“ nennt Arby’s diese Idee.

Diese wie eine große Comic-Möhre erscheinende, geradezu viel zu perfekte Karotte ist in Wahrheit aus Truthahnfleisch. Das wurde, eingewickelt in zwei Lagen aus Käsestoff und Frischhaltefolie sous-vide gegart, dann in getrocknetem Karottenpulver gewälzt und gebraten. Am Ende kommt noch eine Stange Petersilie oben in das Endergebnis – fertig ist die Marotte aus Fleisch.

Schaut man sich das Video von Arby’s an, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass da noch weitere Fleischgemüse auf die Käufer warten.

Quelle: unilad.co.uk