Es gibt ja immer wieder Leute, die beim Griechen einen Döner bestellen und beim Türken ein Gyros. So ganz unähnlich sind sich diese beiden beliebten Fleischgerichte in der Zubereitung freilich nicht, handelt es sich doch hüben wie drüben um am Grillspieß gedrehtes Fleisch, das an, in oder mit Brot serviert wird. Das geht schon aus der Namensgebung hervor, bedeutet doch beides übersetzt in etwa „drehendes Grillfleisch“. Das war's aber eigentlich schon mit den Gemeinsamkeiten. Immerhin besteht Gyros traditionell aus Schwein und ein Döner aus Kalb, Lamm oder Huhn, um nur einen der vielen Unterschiede zu nennen.

Welches der beiden Gerichte einem nun mehr zusagt, ist natürlich Geschmackssache. Die einen gehen halt lieber bei Akropolis, Mykonos oder Hellas Gyros essen, die anderen flitzen schnell zum Dönerladen um die Ecke. Und dabei deutet sich schon eine weitere grundlegende Gemeinsamkeit an: Es handelt sich in beiden Fällen um Speisen, die man vorrangig außer Haus zu sich nimmt. Immerhin dürften nur die wenigsten von uns einen Drehgrill bei sich daheim in der Küche stehen haben. Allerdings geht es durchaus auch ohne, wie das folgende Video auf äußerst männliche Art und Weise demonstriert.

Denn hier wird standesgemäß draußen auf der offenen Flamme eines Lagerfeuers gegrillt, die Gewürzmischung aus Salz, Pfeffer, Koriander, Kümmel, Minze und Oregano im Mörser zerstoßen und selbst das Fladenbrot flugs selbst gebacken. Dazu noch ein Tzatziki aus Pavlaka, Knoblauch, Salz sowie Gurke und fertig ist das Outdoor-Gyros, welches selbst ein Samweis Gamdschie nicht besser hinbekäme. Und damit wirklich jeder satt wird, nimmt man einfach Geflügelfleisch.