Dem traditionellen Biertrinker kommen seit jeher nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser in Glas. Doch wir leben in Zeiten, in denen sich immer mehr aufgeschlossene Brauer damit nicht zufriedengeben wollen, und das gute alte Bier mutig neu interpretieren. Die sogenannten Craft Biere gelten als hip, haben geschmacklich mit einem klassischen Bier oft kaum noch etwas gemein und sind vielleicht genau deshalb stark im Kommen.

Meist von kleinen und unabhängigen Brauereien produziert und vertrieben, entwickeln sich besonders gute Craft Biere schnell zum regionalen Szene-Getränk. Und im Prinzip sind der kreativen Braukunst keine Grenzen gesetzt, solange man das Getränk nicht als „Bier“ verkauft, obliegt dieses hierzulande doch immer noch dem Reinheitsgebot. Der eine mengt irgendeine Frucht bei, der nächste pimpt seinen Gerstensaft mit Wodka und nun gibt es sogar … haltet euch fest: Nutella-Bier!

Klingt nach der perfekten „Kombination aus Nachtisch und Bier“ und wurde auf Facebook auch genauso beworben. Und zwar von den Machern des Nutella-Bieres, dem Fritzenberger Pub in Brisbane, Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland.

Dort wählte der Braumeister Matt Glanville ein malzig-dunkles Porter-Bier als Grundlage, gab geröstete Haselnüsse und Schokoladenextrakt hinzu und setzte das Ergebnis pünktlich zum 05. Februar auf die Karte, dem offiziellen Welt-Nutella-Tag.

It’s World Nutella Day 🍫 So how about you sip on our brand new Nutella Porter 💥 This surprising combination of dessert...

Geplaatst door FritzenbergerBNE op Maandag 4 februari 2019

Glanville zufolge sei das Nutella-Bier ein richtiges Bier für Bierliebhaber, aber mit dem bekannten Nutella-Geschmack für Süßigkeiten-Fans. Wem jetzt aber schon die Geschmacksknospen zu explodieren drohen, sollte bloß nicht vorschnell ein Ticket nach Australien buchen, denn von der trinkbaren Schokocreme wurden zunächst lediglich 50 Liter gebraut.

Wir würden uns aber nicht wundern, wenn die Jungs vom Fritzenberger, die für limitierte und überraschende Biere bekannt sind, im nächsten Jahr eine weitere Charge brauen.

Quelle: express.de