Es klingt wie eine wirklich absurde Internet-Ente, aber dies ist keineswegs eine Falschmeldung: Wissenschaftler sind überzeugt, ein effektives Heilmittel gegen Haarausfall gefunden zu haben – und zwar in den Pommes frites von McDonald’s. Ein spezieller Inhaltsstoff, den der Branchengigant für seine Fastfood-Fritten verwendet, soll dafür verantwortlich sein. 

Die Pommes frites aus dem Restaurant zur Goldenen Möwe sind nämlich keineswegs einfach nur schnöde Kartoffelstifte, sondern bestehen aus insgesamt zwölf Zutaten. Dies hatte das Unternehmen im Zuge einer früheren Imagekampagne selbst offenbart. Eine dieser Zutaten: ein Stoff namens Polydimethylsiloxan, kurz PDMS. Dieses soll verhindern, dass kochendes Öl beim Frittieren aufschäumt und dient als Sicherheitsvorkehrung für die Mitarbeiter, von der die Kunden in der Regel nichts mitbekommen. Doch genau dieser Stoff bildet den Knackpunkt für die Entdeckung der Forscher der Universität Yokohama aus Japan.

Neues Haar nach nur wenigen Tagen?

Sie sind nämlich überzeugt, dass genau diese Substanz Haarausfall vorbeugen, und sogar bei bereits eingesetztem Haarausfall das Haarwachstum wieder in Gang bringen könnte. Dies wiesen sie anhand von Versuchen mit Mäusen nach – und sind guter Dinge, dass sich die Ergebnisse durchaus auf den Menschen übertragen ließen. Das Ergebnis ihrer Untersuchung veröffentlichten sie im Fachjournal „Biomaterials“. Das PDMS regt den Körper an, Haarfollikel zu produzieren – den Forschern zufolge stellt diese Entdeckung einen Durchbruch beim Kampf gegen den Haarausfall dar. Nach nur wenigen Tagen sei den Mäusen, denen der Stoff injiziert worden war, neues Haar gewachsen.

Professor Junji Fukuda, der an der Studie mitbeteiligt war, zu dem Ergebnis: „Diese simple Methode ist sehr robust und vielversprechend. […] Wir hoffen, dass diese Technik die menschliche Haarregeneration verbessern wird.“ Ein Hoffnungsschimmer für viele von uns Kerlen, doch nicht mit Glatze oder Halbglatze herumlaufen zu müssen, sondern unser dekoratives Haupthaar behalten zu können? Wenn alles, was man möglicherweise dafür tun muss, ist, Pommes dieses speziellen Anbieters zu essen, dürften sich sicherlich Probanden für weitere Versuche finden.

Quelle: stern.de