Wir leben in einem Schlaraffenland, dafür muss man nicht einmal in die Schaufenster schauen, sondern ein Blick in den Fernseher reicht: In den Werbeclips erschlägt man uns schier mit einem Überangebot an Leckereien, insbesondere, wenn es um Süßigkeiten, Fast Food oder auch Alkohol geht. Genau dieser Tatsache gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schuld daran, dass immer mehr Menschen unter Fettleibigkeit leiden.

Denn nicht nur Erwachsene, auch viele Kinder und Teenager sind viel zu dick – die Zahlen sind alarmierend. WHO-Wissenschaftlerin Juana Willumsen sieht die Mitschuld für diese Tatsache bei der Werbung, die den Verbraucher durch das fortwährende Zeigen von Süßigkeiten, Bier und leckerem Junkfood zum Konsum verleitet. Insbesondere das Bier trage hier große Mitschuld: Werbung dafür sei in Deutschland nicht verboten, aber es macht dick. Nur begrenzt seien Hersteller bereit, die Werbeflut einzuschränken.

So etwa in Zeichentrickfilmen oder bei Programmen für Kinder, die jünger als fünf sind. Doch laut Willumsen sind auch junge Menschen bis 16 für Werbung sehr anfällig. Die WHO stützt sich auf eine Statistik des wissenschaftlichen Netzwerkes NDC-RisC, die ein rapides Anwachsen der Anzahl der Fettleibigen konstatiert. Demnach gab es 1980 unter den Jungen zwischen 5 und 19 Jahren gerade einmal vier Prozent Fettleibige, so konnten 2016 satte 11, 2 Prozent verzeichnet werden. Bei den Mädchen waren es 2016 bereits 6.9 Prozent.

Die WHO empfiehlt mehr (Schul-)Sport sowie die Förderung von Bewegung in Form von Laufen oder Radfahren, den Genuss von Obst und Gemüse sowie eben weniger Werbung für ungesunde Produkte und Bier.

Quelle: computerbild.de