Was mögen Männer? Bier! Und was mögen Männer noch? Sachen die Leuchten! Was liegt also näher, als ein leuchtendes Bier zu brauen? Einem Amerikaner ist dieses Kunststück tatsächlich gelungen. Und zwar mithilfe eines wissenschaftlichen Tools, mit dem sich Erbgut verändern lässt! Selbst die von Hefe. Klingt vielleicht gruselig, aber es leuchtet doch so schön…

Terrence O’Brien, so der Name des verrückten Hobby-Wissenschaftlers, braut schon seit einer Dekade Bier und ist laut eigener Aussage mit viel Experimentierfreude bei der Sache! Stechwinden oder Birkenrinde, trockener Hopfen und eine Packung Frühstückscerealien – bei Terrence landet alles im Topf, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Man könne ihn nicht stoppen, betont O'Brien. Bezüglich seiner neusten Kreation räumt er allerdings ein, womöglich etwas zu weit gegangen zu sein.
    
Um das Bier zum Leuchten zu bringen, bediente er sich wie gesagt eines Tools, das es ermöglich, Teile von DNA zu ersetzten. „CRISPR“ wird es genannt und ist in medizinischen Kreisen eine Art Rockstar, auf dessen Rücken die Hoffnung lastet, eines Tages Krebs zu heilen.

Neue DNA für 160 Dollar!

So komplex der wissenschaftliche Hintergrund auch sein mag, auf den Terrence im folgenden Video genauer eingeht, so vergleichsweise einfach gestaltete sich die Herstellung des leuchtenden Bieres. O'Brien musste lediglich 160 Dollar für das notwendige Kit hinblättern und hatte damit im Prinzip schon alles beisammen, was er für sein Experiment benötigte. Also machte er sich daran in einem chemischen Prozess Teile des Hefe-Erbgutes gegen neue DNA austauschen und siehe da: Ein paar Warmwasserbäder und wenige Tage später leuchtete die Hefe unter Schwarzlicht grün auf.

Die dabei erzeugte Menge an leuchtender Hefe reichte allerdings nicht aus, weshalb O'Brien sie in einem abgeschwächten Gebräu stärker werden ließ und vermehrte. Es folgte noch der übliche Gärungsprozess und voilà: Der Hobby-Brauer hatte seine ersten leuchtenden Bierproben. Ein Ergebnis, das er selber vorsichtig als „irgendwie erfolgreich“ bezeichnet. Denn als sich das Bier zu setzen und die Hefe nach unten zu sinken begann, ließ auch das Leuchten nach, bis am Ende bloß noch ein leichtes Schimmern blieb.

Dennoch eine mehr als beachtliche Leistung für einen Hobby-Frankenstein, dessen vorläufiges Fazit zu dem Experiment lautet: „Zumindest hat mich das leuchtende Bier (noch) nicht umgebracht“.

Quelle: gruenderszene.de