So ein Eis zu lecken hat ja auch immer eine sexuelle Komponente, findet ihr nicht auch?! Alleine schon  die Namensgebung: Flutschfinger, Ed von Schleck, Brauner Bär. Da ist es dann auch kein Wunder, dass unser versautes Gehirn – welches ja generell alles in die Phallus-Schublade einordnet, was auch nur ansatzweise eine geometrische Ähnlichkeit mit einem Penis aufweist – uns sofort an Pornos denken lässt, sobald eine Frau genüsslich auf einem Eis herumlutscht. Angesichts dessen fragt man sich ja schon irgendwie, warum nicht schon längst jemand auf die folgende Idee gekommen ist.

Ein Start-Up Unternehmen aus München hat aus dieser Not nämlich kurzerhand eine Tugend gemacht und verkauft Eis in Penis- und Brustform. "Cocksicles" und "Titsicles". Ein Wortspielchen, basierend auf dem englischen Wort für Eis am Stiel "Popsicle". Von zweideutigen Gedanken kann hierbei also keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, denn der Tabubruch gehört ausdrücklich zum Konzept.

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"Durch das unschuldige Medium eines Eis-Lollis bringt der Verzehr unserer Produkte Sexualität in die Öffentlichkeit. Es ist ein Statement von Emanzipation, könnte aber auch eine provokative Message senden - je nachdem, an wen sie gerichtet ist. Hauptsächlich bringt es aber Spaß und Absurdität in seine Umgebung" erklärt Marc Poggia, der das Unternehmen 'Lusty Ice' 2016 gegründet hat.

Natürlich wird man sich sein Cocksicle nicht einfach so am Kiosk kaufen können. Schließlich handelt es sich dabei eher um ein Lifestyle-Produkt, welches sich ganz offen an die Selfie-Gesellschaft richtet und entsprechend medial populär gemacht werden soll. Aus frischen Früchten hergestellt, will 'Lusty Ice' als eine Art gefrorener Smoothie aber mehr sein als ein Party-Gag. Da es sich trotzdem bestens als eben solcher eignet, gibt es für besondere Events neben den drei gängigen Geschmackssorten Erdbeer-Basilikum-Limettenschale-Bitter Lemon, Orange-Ingwer-Kurkuma-Rosmarin-Limette und Mango-Kokos-Apfel sogar Cocksicles und Titsicles mit Alkohol.

Im folgenden Video meldet sich der Gründer selber zu Wort und erklärt euch unter anderem, wie er den dann doch etwas happigen Preis von 4 Euro begründet.

Quelle: Fotos: lustyice.com/Berlin Startup Food Market