Habt ihr euch auch schon gefragt, warum es in so gut wie jedem Supermarkt einen Bäcker gibt? Ob es einen Sinn dahinter gibt, oder ob das so ist, weil es eben so ist? Laut einem Artikel des „Business Insider Deutschland“ ist Ersteres der Fall. Das hat sogar mehrere Gründe. Denn wer bislang annahm, die Backstuben seien lediglich im Eingangsbereich untergebracht, damit wir Kunden unserer Einkaufstour stressfrei und komplett erledigen können, der irrt.

Vielmehr ist ein durchdachtes Marketing-Konzept das Motiv für diese Platzierung solcher Betriebe. Damit werden wir unbewusst zum Kaufen bewegt. Der Werbepsychologe Franz Liebel: „Der Trick dahinter ist simpel: Bäckereien im sogenannten Vorkassenbereich verbreiten den Geruch von frischem Essen. Das reduziert die innere Barriere der Kunden, nur das Nötigste einzukaufen. Wer mit hungrigem Magen einkauft, kauft mitunter doppelt so viel ein wie üblich.“ Und zwar nicht nur Backwaren, sondern liebel zufolge etwa auch Schokolade sowie andere Lebensmittel.

Was riecht denn hier so gut?

Auch der Blick auf die Leckereien hinter der Bäckereitheke rege den Appetit an und verlangsame zudem durch einen Psychotrick das Schritttempo der Kundschaft. Dem Werbepsychologen zufolge kaufen die Leute auf diese Weise gemächlicher ein, arbeiten nicht nur ihren Einkaufszettel ab und nehmen so deutlich mehr Produkte in den Regalen wahr. Der Duft der knusprigen Backwaren, vermeintliches Signal für unverfälschte Köstlichkeiten, wird oft manipuliert. So wird laut Liebel Backwerk zum Beispiel in den USA zusätzlich geröstet, um „den Geruch von frischem Essen zu verstärken.

Um sich gegen solche Methoden zu schützen, gibt es einen simplen Trick. Der Ökonom Franz-Rudolf Esch rät, sich bei Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs strikt an dieselben Marken zu halten und so für eine Routine zu sorgen, die gegen die Psychotricks der Supermärkte wappnet.

Quelle: businessinsider.de