Nein, die folgende Nachricht überbringen wir wirklich nicht gerne! Doch immer nur von für den Mann vorteilhaften Studienergebnissen zu berichten, ist ja auch irgendwie scheinheilig. Von daher halten wir uns ausnahmsweise nicht mit großen Vorreden auf und machen es kurz: Ein hoher Fleischkonsum senkt die Lebenserwartung! Und das Schlimme daran ist, dass man dies nicht mit anderen Aspekten seiner Ernährung wieder ausgleichen kann. Stellt sich natürlich die Frage, ob ein langes Leben ohne Fleisch erstrebenswerter ist als ein kürzeres mit Steak, Schnitzel und Currywurst, aber das muss wohl jeder für sich entscheiden. Hier erstmal die Fakten:

Die Hiobsbotschaft für alle Fleischfresser kommt aus der Medizinischen Universität Karolinska Institutet in Stockholm, Schweden, wo man die Auswirkungen des Fleischkonsums auf die Lebenserwartung untersucht hat. Ganze 16 Jahre dauerte die Studie an und umfasste dabei 75.000 Teilnehmer. Die Probanden rekrutierten sich aus allen möglichen Altersstufen und wurden zwecks der Untersuchung in fünf Gruppen mit unterschiedlichen Durchschnittsmengen täglichen Fleisches auf dem Teller eingeteilt.

Und wie sich zeigte, war die Sterberate bei der Gruppe am höchsten, welche das meiste Fleisch, also mehr als 117 Gramm pro Tage, vertilgt hatte. Die Gruppe, deren Mitglieder mit 46 Gramm pro Tag am wenigsten Fleisch zu sich nahmen, wies dagegen eine um 21 Prozent geringere Sterberate auf. Diese Tatsache führen Experten vor allem auf kardiovaskuläre (das Herz und das Gefäßsystem betreffende) Erkrankungen zurück, die durch einen hohen Fleischkonsum begünstigt werden. Auch die regelmäßige Zufuhr von Obst und Gemüse kann ohne Reduzierung oder Verzicht auf sein täglich Fleisch die Lebenserwartung nicht verbessern.

Na gut, dann kann man aber immerhin ruhigen Gewissens gleich ganz darauf verzichten … also auf Obst und Gemüse, versteht sich!

Quelle: augsburger-allgemeine.de