Dem eingeschworenen Fleischfresser tut so ein Veganer ja immer ein bisschen leid. Da können die Herrschaften noch so oft betonen, wie gut es ihnen damit geht und wie gesund das Ganze ist, es fällt einfach schwer zu glauben, dass diese Form der Ernährung glücklich macht. Das darf man natürlich nicht laut sagen, da man dann sofort in den Hinterhof einer Debatte gezerrt und mit der Moralkeule verprügelt wird. Doch wie eine Studie nun bewiesen hat, täuscht der Eindruck nicht: Vegan zu leben, macht unglücklich.

Das geht jedenfalls aus den Ergebnissen einer Untersuchung der Bristol University hervor, an der 10.000 männliche Teilnehmer beteiligt waren. Wie sich dabei zeigte, leiden Menschen, die auf Fleisch, Fisch und Eier verzichten, häufiger an Depressionen.

Laut den Wissenschaftlern liegt das an dem B12-Mangel infolge einer fleischlosen Ernährung. Erschwerend kommt hinzu, dass die bei Veganern so beliebten Nüsse die Omega-6-Fettsäure-Werte erhöhen. Es kommt zu einem Überschuss, der nicht nur das Risiko von Entzündungen im Körper erhöht, sondern in Kombination mit besagtem B12-Mangel auch die Produktion von Botenstoffen im Gehirn beeinflusst. Und das wirkt sich letztlich negativ auf unser Wohlbefinden und unser Glücksgefühl aus.

Böse Östrogene!

Ähnliches gilt für den Verzicht auf Meeresfrüchte, welcher laut den Experten ebenfalls mit einem größeren Risiko depressiver Symptome verbunden ist. Und sogar  für sojareiche Kost, da diese im Blut zu einem Überschuss an Phytoöstrogenen führen kann. Und wenn etwas schon "Östrogen" im Namen führt, dann kann das ja nicht gut fürs Gemüt sein.

Schon frühere Studien haben nachgewiesen, dass Vegetarier doppelt so oft unter Angststörungen oder Depressionen leiden wie Fleischesser. Vielleicht hilft euch dieses Wissen ja, wenn ihr irgendwann mal auf einer Party jemanden gegenüber steht, der euch mit missionarischem Eifer zu belehren versucht. Und vielleicht ist es ja auch nur ein Hilferuf, wenn der trendige Klischee-Veganer von Nebenan einem ungefragt ein Pamphlet über seine Form der Ernährung an die Stirn nagelt. Womöglich möchte er einfach nur mal in den Arm genommen werden.

Quelle: focus.de