Für die meisten ist sie wohl immer noch der Energiespender schlechthin, gemeinsam mit dem guten alten Kaffee und Energy-Drinks: die Cola. Schließlich peppt der Mix aus Koffein und Zucker auf und macht Müde munter, oder? Doch die Dosis macht das Gift – zu viel von der Limo gefährdet die Gesundheit. Dennoch greifen weltweit unzählige Millionen zur braunen Brause. Doch die Wissenschaft warnt: Das Gesöff fördert nicht nur Übergewicht, sondern auch das Risiko, Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten weiß man um diese schädlichen Auswirkungen, dort will man dem noch immer verbreiteten Griff zum Süßgetränk mit Plänen zur Steuererhöhung auf Softdrinks entgegenwirken. Unlängst gab der renommierte amerikanische Ernährungsexperte Prof. Dr. Walter Willett dem Frauenmagazin „Brigitte“ ein Interview und hielt fest:

Ich halte eine Besteuerung […] für einen guten Schritt, aber nur, wenn dazu aufgeklärt wird, warum die Getränke ungesund sind und wodurch man sie am besten ersetzt – nämlich durch Wasser. Wenn alle auf Fruchtsäfte umsteigen, ist das gesundheitlich nicht viel besser. Bei den Transfetten kann man sagen, dass das Verbot in den USA geholfen hat. Die großen Konzerne verzichten inzwischen darauf.

Positiver Trend

Dabei zeichnet sich ein durchaus positiver Trend ab, denn der weltweite Verbrauch von koffeinhaltigen Limonaden und anderen Softdrinks ist den letzten Jahren um 25 Prozent gesunken. Willett ist überzeugt: Nur noch dumme Menschen, die mögliche Konsequenzen ignorieren, oder aber solche, die schlicht nichts davon wissen, würden überhaupt noch zu Cola greifen – intelligente Leute ließen die Finger vom Zuckerwasser. Der Experte rät allen Menschen, insbesondere Übergewichtigen, zu einem gesünderen Lebensstil mit mehr Bewegung – am besten in Form einer Ernährungsumstellung von jetzt auf gleich:

Menschen, die sehr motiviert sind, können ihre Ernährung auch auf einen Schlag umstellen. Sie werden schnell merken, dass sie sich besser fühlen, dass sie abnehmen, und das verstärkt wiederum ihre Motivation, dabeizubleiben. Das Problem an kleinen Veränderungen ist, dass man sie kaum bemerkt. Das Ziel, später vielleicht mal keinen Herzinfarkt zu bekommen, ist abstrakt und weit weg. Daher plädiere ich für eine richtige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.“ Das Ziel müsse sein, dass bereits von Kindesbeinen an der Grundstein für einen solchen Lebenswandel gelegt werde.

Quelle: tag24.de