Wir schreiben 2017 und wie immer schießen neue Trends wie Pilze aus dem Boden, auch und besonders, wenn es um Alkoholgenuss geht. Die einen schwören heutzutage nämlich auf Abstinenz, während andere ihre Trinkgewohnheiten drastisch verlagern: Groß im Kommen ist Gin, der vielen als das neue Trendgetränk gilt. Dies hat scheinbar nicht nur hierzulande Folgen: Die Verkaufszahlen für Whisky sind in seiner traditionellen Heimat, dem Vereinigten Königreich, im Sinken begriffen. Kann dies an den Trendgetränken liegen?

In der ersten Hälfte des Jahres 2016 waren noch 37,7 Millionen Flaschen des edlen Destillats verkauft worden, im ersten Halbjahr 2017 jedoch nur 36,7 – eine ganze Million weniger. Kritische Experten schreiben dies jedoch nicht den oben erwähnten Veränderungen der Alkohol-Trends zu, sondern einer Steuererhöhung auf geistige Getränke von immerhin 3,9 Prozent. Damit wandern mittlerweile über 80 Prozent der Einnahmen pro Flasche Whisky an den britischen Fiskus. Eine dramatische Entwicklung, der sich die „Scotch Whisky Association“ (SWA) gegenübersieht und klare Worte findet:

Die Steuer zu senken würde ein starkes Signal senden, dass die Regierung auf eine weltberühmte britische Fertigungsindustrie baut, die über 40.000 Arbeitsplätze bereitstellt und eine Schlüsselrolle in Schottlands Wirtschaft einnimmt“, so Karen Betts von der (SWA). Das schottische Schatzamt hält dem entgegen, dass die Steuer pro Flasche Whisky aufgrund eingefrorener Gebühren immerhin 90 Pence niedriger ausfalle, als sie eigentlich betragen müsste.

Möchtet ihr der Wirtschaft in Schottland also aus der Misere helfen, wisst ihr jetzt, was ihr zu tun habt: Kauft euch eine gute Flasche Single Malt.

Quelle: metro.co.uk