Discounter hebt die Preise: Milch wird bei Aldi teurer – Gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte Aldi, dass die Milch bei dem Discounter teurer wird. Wie es heißt, soll der Preis je Liter Milch um drei Cent steigen.

Frischmilch mit einem Anteil von 1,5 Prozent Fett kostet damit künftig 75 Cent je Liter, jene mit 3,5 Prozent Fett 83 Cent. Die Preiserhöhung greift sowohl bei Aldi Nord als auch bei Aldi Süd.

Vor einem Jahr kostete der Liter Milch bei Aldi noch 71 (1,5 Prozent Fett) beziehungsweise 79 Cent (3,5 Prozent Fett).

Experten zufolge könnten die höheren Preise in Sachen Milch auch bei anderen Supermarktketten zu einer Verteuerung führen, orientieren sich doch Unternehmen wie Lidl oder Penny an den Preisen des Discounters mit Firmensitz in Essen/Mühlheim an der Ruhr.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung verkündeten Aldi Nord und Aldi Süd außerdem, bis spätestens 2030 Trinkmilch der Eigenmarken nur noch aus den Haltungsformen 3 und 4 anbieten zu wollen. Der veröffentlichte Stufenplan sieht bereits für 2024 vor, dass die Aldi-Trinkmilch nur noch von heimischen Betrieben, unter Ausschluss der Haltungsstufe 1, bezogen werden soll.

Im nächsten Schritt soll der Aldi-Trinkmilchanteil der Haltungsstufen 3 und 4 von aktuell 25 auf 40 Prozent erhöht werden.

Damit geht der Discounter konsequent den Weg der Einhaltung des „Haltungswechsel“-Versprechens, welches vonseiten des Unternehmens bereits im Juni 2021 auch für Frischfleisch gemacht wurde.

Laut Erik Döbele, Managing Director bei Aldi Süd, werden Milchviehaltern damit verlässliche Absatzperspektiven geboten: „Wir verstehen uns ausdrücklich als Partner in der Wertschöpfungskette und bieten Landwirtinnen und Landwirten mit einem realistischen Stufenplan über Jahre hinaus Planungssicherheit.“

In einem Appell an die Politik, den Handel und die Industrie betont Aldi, dass man die Transformation und Zukunftssicherung der deutschen Landwirtschaft nur gemeinsam bewältigen könne.

Quellen: express.de , agrarheute.com