Abnehmen. Nur wie? Viele Menschen würden gern Gewicht verlieren, viel zu viele Fettleibige kämpfen vergeblich mit ihrem Übergewicht – haben sie es dann doch geschafft, der Fettfalle zu entkommen, setzt oftmals der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein. Doch wie sieht es eigentlich aus? Stimmt die Legende, dass man mit kleineren Tellern automatisch weniger isst – und dadurch besser abnimmt? Australische Wissenschaftler sind dieser Frage nachgegangen.

Die Forscher der australischen Bond University konnten in ihrer aktuellen Untersuchung diese Frage mit einem „Jain!“ beantworten. Ja, kleinere Teller helfen beim Abnehmen – aber nur, wenn ein Essender seine Portion selbst anrichten darf, so das Fazit. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Experten im Fachblatt „Journal of the Association for Consumer Research“. Mehr als 50 andere Untersuchungen hatten die Forscher für ihre aktuelle Studie ausgewertet.

Allen war gemein, dass sie Auswirkungen der Teller- oder Schüsselgröße auf Essverhalten und Nahrungsmenge zum Inhalt hatten: Etwa, ob unterschiedliche Nahrungsmittel wie Müsli, Nudeln, Reis, Gemüse, Obst oder Snacks je nach Tellergröße auch einen anderen Effekt auf die Gewichtszunahme haben. Auch die Art des genutzten Essgeschirrs, Schalen, Platten oder Teller, wurde unter die Lupe genommen: Man beobachtete die Probanden etwa dabei, wie sie sich in Restaurants oder Kantinen bedienten, was sie wählten und in welchen Mengen. 

Selbst anrichten = selbst abnehmen

Manche der Untersuchungen waren auch in Labors durchgeführt worden, doch nicht allen war gemein, dass die Untersuchten nicht wussten, dass sie unter Beobachtung standen. Die Experten konnten feststellen, dass die Probanden im Schnitt bis zu 30 Prozent weniger Nahrung zu sich nahmen, wenn die Teller kleiner als üblich waren. Dies war besonders dann der Fall, wenn sich Studienteilnehmer ihre Portionen selbst auf den Teller luden – diese waren dann besonders klein. Auch fiel der positive Effekt größer aus, wenn sich die Testpersonen nicht beobachtet fühlten.

Dies könnte auch erklären, warum die positiven Effekte nicht verzeichnet wurden, wenn die Untersuchungen in Lebensmittelaboren durchgeführt wurden. Die studienverantwortliche Forschungsleiterin Natalina Zlatevska ist jedenfalls überzeugt, dass der Wechsel zu kleinerem Geschirr „auch zu Hause helfen [kann,] die Portionen zu verringern.“

Quelle: heilpraxisnet.de