Es ist eine Frage, die so alt sein dürfte, wie die Menschheit selbst: Pepsi oder Coke, was ist besser? Mehr als nur ein unterhaltsamer Werbespot der beiden Softdrink-Hersteller setzte sich ziemlich offensiv mit dieser Frage auseinander, zeigte prügelnde Lieferfahrer der beiden Unternehmen und andere witzige Szenen, die mit dieser alles entscheidenden Frage zu tun hatten. Sogar Wissenschaftler haben sich vor kurzem damit auseinandergesetzt, wie sich Markenverhalten auf unsere Beziehungen auswirkt – und sind zu einer interessanten Antwort gelangt.

Scheinbar ist das Markenverhalten dabei sogar wichtiger als „Persönlichkeitsmerkmale oder gemeinsame Interessen“. So fasst es Gavin Fitzsimmons, Professor an der „Fuqua School of Business“ der Duke University zusammen: „Die Leute nehmen an, dass Beziehungen vor allem auf gemeinsamen Hintergründen, der Religion oder Bildung basieren. Doch wir haben herausgefunden, dass diese Dinge beileibe schlechter darin sind, Fragen des persönlichen Glücks zu klären, wie es Markenkompatibilität vermag.“

Seine Kollegin Danielle Brick der Universität von New Hampshire fügte hinzu: „Sollten Sie in einer Beziehung der devotere Teil sein und andere Markenvorlieben haben als ihr Partner, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Sie sich immer wieder dabei ertappen, die Lieblingsmarken ihres Partners zu verwenden. Das macht auf die Dauer unglücklich – die meisten Beziehungen dürften kaum an der Markeninkompatibilität zerbrechen, aber der weniger dominante Partner wird fortwährend unglücklicher werden.

Die Forscher untersuchten in ihrer zweijährigen Studie Markenvorlieben bei Softdrinks, Kaffee, Bier, Schokolade und Autos und deren Auswirkungen auf eine Anzahl von Paaren. Danielle Brick dazu: „Wenn Sie Coke mögen und ihr Partner Pepsi, werden Sie deswegen nicht gleich auseinandergehen – doch wenn er oder sie nach elf Jahren Beziehung immer noch mit Pepsi für Sie nach Hause kommt, dann birgt das Konfliktpotenzial.

Man könnte es natürlich auch mit einer Alternative versuchen: No-Name-Cola vom Discounter für beide zum Beispiel. So bekommt zwar keiner, was er will, dafür leidet ihr aber gemeinsam …

Quelle: unilad.co.uk