Cannabidiol. CBD. Der schmerzlindernde, nicht-halluzinogene Bestandteil von Cannabis ist dieser Tage in aller Munde, darf auch in Deutschland in Form von Ölen oder als Liquid für E-Zigaretten frei verkauft werden. Das Produkt erfreut sich derart großer Beliebtheit, dass auch Getränke-Hersteller ihre Optionen ausloten und über Softdrinks und Bier mit dem entspannenden Inhaltsstoff nachdenken. Jetzt sogar der Branchenriese Coca-Cola.

Zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte erwägt der Getränke-Gigant, cannabishaltige Softdrinks herzustellen. Einer der Gründe dafür: die Entscheidung in Kanada aus dem Juni 2018, Cannabis zum Freizeit-Genuss offiziell zu legalisieren. Nun wird dies auch innerhalb der nächsten fünf Jahre im Vereinigten Königreich erwogen. Kein Wunder also, dass ein mächtiges, internationales Unternehmen auf den Zug aufspringen könnte.

Ernsthafte Verhandlungen

Laut Berichten von „Metro“ steht Coca-Cola nun in „ernsthaften Verhandlungen“ über die Entwicklung eines cannabis-haltigen Erfrischungsgetränks. Der Verhandlungspartner: Das kanadische Unternehmen Aurora Cannabis, das als eines der Schwergewichte des Sektors für solche Produkte steht. „Metro“ vermutet, dass man bei Coca-Cola in Atlanta darüber nachdenkt, insbesondere CBD-haltige Softdrinks zu verkaufen.

Damit wollen das Unternehmen und sein Verhandlungspartner Aurora angeblich ein gesundes Produkt auf den Markt bringen, das insbesondere Entzündungen, Schmerzen und Krämpfe lindert. Ein Insider gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „Bloomberg“: „Sie sind auf dem Weg ziemlich weit fortgeschritten. [Ihr Produkt] wird eher der Kategorie ‚Genesungsgetränk‘ angehören.“

Coca-Cola: „Der Sektor entwickelt sich rasch.“

Als drittgrößter Produzent für Cannabis-Prdukte bestätigte Aurora Cannabis gegenüber „Metro“, in Verhandlungen mit Coca-Cola zu stehen. Kent Landers, ein Sprecher des Getränkeriesen, gab zum möglichen Aurora-Deal keinen Kommentar ab, sandte aber später eine Erklärung per E-Mail an „Bloomberg“:

„Zusammen mit anderen in der Getränkeindustrie beobachten wir das Wachstum von nicht-psychotoxischem CBD als Bestandteil funktioneller Wellness-Getränke auf der ganzen Welt. Der Sektor entwickelt sich rasch. Zu diesem Zeitpunkt sind jedoch noch keine Entscheidungen getroffen worden.“

Quelle: ladbible.com