*Tampon-Werbung-Musik einspielen*: Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Und schlechter Ideen. Man nehme nur die Herren aus dem nun folgenden Video, die tatsächlich überzeugt sind, dass es eine gute Idee sei, ultrascharfe Chilis vor laufender Kamera zu vertilgen. Doch da sowas bekanntermaßen heute nicht langt, dippen sie sie noch – in ultrascharfe Chili-Sauce. Autsch.

Die „Bhut Jolokia“ gilt als eine der schärfsten Züchtungen unseren Planeten, sie wird auch Naga Chili, Ghost Pepper oder Geisterchili genannt. Mit über einer Million Scoville-Einheiten auf der offiziellen Schärfe-Skala ist sie ultra-scharf. Zwar gibt es Sorten, die dies noch übertrumpfen, aber wenn man sich anschaut, wie das Scoville-System funktioniert, bekommt man einen Eindruck, dass eine Million schon eine Stange sind.

Elefanten hassen das Zeug – Menschen essen es

1 Mio. Scoville, das bedeutet, dass man 1 Mio. Milliliter Wasser benötigt, um einen Milliliter des Schärfe-Extrakts der Geisterchili nicht mehr als „scharf“ zu schmecken. In Indien gibt es Bauern, die einen Brei aus diesen Schoten auf Seile schmieren, um ihre Äcker zu schützen – Elefanten, die sonst die Felder zerstören würden, wittern mit ihren empfindlichen Rüsseln aus hunderten Metern die Schärfe und halten sich aus Angst vor Schmerzen fern…

Was könnte also noch schlimmer sein als so eine Geisterchili einfach so zu essen, die Dickhäuter vertreiben kann – vielleicht, sie in „Carolina Reaper“-Chilibrei zu tauchen. Denn der hat bis zu schlappe 2,4 Millionen Scoville. Das Resultat einer solchen Nummer lässt nicht lange auf sich warten. Oder wie es einer der beiden Jungs so schön nach dem Kauen auf den Punkt bringt: „I DON’T LIKE IT!“ – „Ich mag das nicht!“