Brauereien: Verlängerung der Mindesthaltbarkeit für Bierfässer – Mittlerweile ist es ja kein Geheimnis mehr, dass die Corona-Krise auch die Bierwirtschaft hart getroffen hat. So verzeichneten die Brauereien merkliche Umsatzeinbußen durch den Rückgang des Bierabsatzes. Ein weiteres Problem: Das Bier, das stellenweise in den Lagern vor sich hin schlummerte und von mancher Brauerei sogar in den Abschluss gegossen werden musste.

Nun haben einige Brauereien reagiert, und im Nachgang das Mindesthaltbarkeitsdatum für Fassbier verlängert. Eine Reaktion auf Tausende Liter Bier, die vor dem zweiten Corona-Shutdown ausgeliefert wurden. Durch die Verlängerung des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen die Brauereien das Bier nicht zurücknehmen und noch weniger im Gulli entsorgen.

Diese Maßnahme wurde nun offiziell sowohl von der Warsteiner Brauerei  als auch vom Branchenführer Radeberger (Biermarken etwa: Jever, Radeberger Pils und Brinkhoff's No. 1) bestätigt. Die Brauereien haben bereits Banderolen mit dem verlängerten Mindesthaltbarkeitsdatum für die betroffenen Bierfässer an die Großhändler versendet.

Das Wichtigste für den Kunden: Die Qualität des Fassbieres wird durch die längere Haltbarkeitsfrist von zwei Monaten nicht beeinträchtigt. Schließlich ist es kein Verfallsdatum! Die normale Haltbarkeitsfrist bezüglich Fassbier liegt bei Radeberger und Warsteiner bei sechs Monaten.

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dürfen Lebensmittel auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verkauft werden. Die jeweiligen Hersteller müssen nur prüfen, dass ihre Produkte weiterhin sicher sind. Bezogen auf Fassbier stellt dies jedenfalls kein Problem dar.

Quelle: spiegel.de