Die Anheuser-Busch InBev, der größte Brauereikonzern unseres Planeten, zu dem Marken wie etwa Budweiser gehören, hat einen Deal über einhundert Millionen kanadische Dollar (umgerechnet ca. 65 Millionen Euro) unterzeichnet, bei dem es um die Erforschung von cannabis-versetzten Getränken für den kanadischen Markt geht. Ausnahmsweise geht es dem Unternehmensverbund aber nicht um Bier, sondern um Erfrischungsgetränke.

Also etwa Softdrinks, die THC oder das nicht psychoaktive Cannabidiol (CBD) enthalten könnten, dass krampflösend, entspannend und gegen depressive Verstimmungen wirken soll. In Kanada waren Cannabis-Produkte erst im Juni 2018 legalisiert worden. Nun werden Anheuser-Busch InBev und das Cannabis-Unternehmen Tilray Inc. je 50 Millionen CAN-Dollar in die Erforschung solcher Erfrischungs- und „Erholungsgetränke“ investieren.

Softdrink-Hersteller und Zigaretten-Industrie handeln

Eine Entwicklung, die in Kanada wohl nicht mehr aufzuhalten ist. Erst Anfang Dezember hatte die Zigarettenindustrie ähnlich reagiert: Die Altria Group (unter anderem Marlboro) investierte 2.4 Milliarden CAN-Dollar (umgerechnet ca. 1,55 Milliarden Euro) in das Unternehmen Cronos und sicherte sich auf diese Weise mit 45 Prozent beinahe die Hälfte der Aktien der Gruppe, die Cannabis zur Erholung und für medizinische Zwecke produziert.

Im September hatte auch Coca-Cola durchsickern lassen, zu erforschen, inwieweit Cannabis-versetzte Getränke für den Branchengiganten attraktiv sind. Scheinbar steht das Unternehmen in Kontakt mit einem kanadischen Cannabis-Hersteller namens Aurora Cannabis. Das mutmaßliche Ziel der beiden Firmen: Ein Getränk herauszubringen, das Entzündungen, Schmerzen und Krämpfe lösen kann.

Quelle: ladbible.com