Es dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben, dass Bier demnächst teurer wird. Da liegt der Gedanke natürlich nahe, noch schnell Hamsterkäufe zu tätigen und sich einen Vorrat anzulegen. Bevor man dies allerdings tut, sollte man wissen, wie lange Bier überhaupt gelagert werden kann, oder ob das flüssige Gold nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stumpf wird und am Ende doch bloß im Abfluss landet.

Grundsätzlich ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum bloß als Richtwert zu verstehen. Das gilt insbesondere für Bier, welches in den meisten Fällen auch nach Ablauf noch wohl bekömmlich ist. Zwar gibt es auch Sorten, die es nicht mal bis dahin schaffen, doch dem Bier ist glücklicherweise gemein, dass sich darin keine für den Menschen schädlichen Bakterien entwickeln. PH-Wert und Alkoholgehalt sei Dank.

So gehören hopfenlastige Biere wie IPA oder Ale zu den Sorten, die am liebsten frisch getrunken werden, da sich das Hopfen-Aroma relativ schnell verflüchtigt. Von daher ist in diesem Falle das Datum der Abfüllung wichtiger als das Mindesthaltbarkeitsdatum. Ebenso wollen leichte, unfiltrierte Bier spätestens sechs Monate nach der Abfüllung genossen werden.

Zum Einlagern eignen sich dagegen malzbetonte, stärkere Biere. Keime, die das Bier verderben lassen könnten, haben gegen den hohen Alkoholgehalt keine Chance. So dürft ihr beispielsweise einen kräftigen Kandidaten wie das Doppelbock selbst dann noch ohne Bedenken genießen, wenn das MHD bereits seit Jahren abgelaufen ist. So manches sogenannte „Vintage-Bier“ wird ähnlich wie Wein sogar mit zunehmender Lagerungsdauer immer besser.

Wie lagert man Bier richtig?

Die idealen Bedingungen sehen wie folgt aus:

  • dunkel
  • trocken
  • stehend
  • eine gleichbleibende Temperatur von 5–10 °C

Dass ein Bier dennoch „gekippt“ ist, erkennt ihr am veränderten Geschmack. Es verliert sein volles Aroma und mutet muffig und staubig an. Gefährlich ist das wie gesagt nicht, aber Genuss ist etwas anderes. Unbehandelte Biere können dazu sauer werden. Ein Hinweis auf eine Milchsäureinfektion. Doch auch das ist gesundheitlich unbedenklich und bei manchen Biersorten, wie zum Beispiel der Berliner Weißen, sogar gewollt.

Quelle: tz.de