Als Veganer braucht man nicht nur ein dickes Fell, sondern auch ein immenses Maß an Disziplin. Insofern nötigt uns eine solche Lebens- und Ernährungsweise durchaus Respekt ab, vollkommen unabhängig davon, ob wir diese Geisteshaltung teilen oder nicht. So müssen Veganer sogar darauf achten, welches Bier sie trinken. Zwar haben wir es Herzog Wilhelm IV und dem von ihm erlassenen deutschen Reinheitsgebot zu verdanken, dass zumindest die meisten deutschen Biere für Veganer geeignet sind, doch im Ausland sieht das schon wieder ganz anders aus.

Denn zum Klären diverser importierter Biere wird unter anderem Gelatine oder auch die getrocknete Blase eines Fischs, die sogenannte Hausenblase, verwendet. Darunter auch so prominente Marken wie Guinness, wo man sich seit nunmehr 257 Jahren bei der Herstellung des ikonischen dunklen Bieres traditionell dieses Verfahrens bedient. Tradition bedeutet bei Guinness aber nicht Stillstand, weshalb das Unternehmen bereits 2015 verkündete, an einem Bier zu arbeiten, welches mit einem anderen Verfahren geklärt wird, damit sich auch Veganer ein oder zwei oder ganz viele Guinness hinter die Binde kippen können.

„Auch wenn die Hausenblase ein sehr effektiver Weg der Klärung ist und wir sie seit vielen Jahren verwenden, werden wir sie nicht mehr auf sie zurückgreifen, sobald das neue Filtrationssystem installiert wird.“

Und tatsächlich haben die Bierbrauer aus Irland ihr Versprechen nun wahrgemacht und die ersten Bars mit veganem Guinness beliefert. Wer sein Bier im Glas bevorzugt, wird sich jedoch noch bis zum Ende des Jahres gedulden müssen, denn bis dahin gibt es das ausdrücklich vegan hergestellte Bier vorerst nur in Fässern.

Quelle: bigfm.de