Es sagt schon eine Menge aus, dass Frauen-Magazine sich deutlich besser verkaufen, wenn auf der Titelseite für irgendeine neue Diät geworben wird, mit der man angeblich 20 Kilo in nur vier Wochen abspecken kann. Und was es da nicht alles gibt: Ananas-Diät, Spargel-Diät, Apfel-Diät… alles was im Obst- und Gemüse-Sektor Rang und Namen hat, darf mal ran. Radikalere Ansätze wie die Bockwurst-und-Wodka-Diät hingegen werden hinter vorgehaltener Hand von Generation zu Generation weitergegeben. Schade eigentlich, denn die klingt ganz lustig. Aber vielleicht hat sich das Thema demnächst eh erledigt: US-Wissenschaftler haben eine revolutionäre Methode entdeckt, wie man seine Fettpölsterchen ganz bequem loswerden kann.

Das Perpetuum Mobile, die Besiedelung des Mars und Abnehmen ohne Schwitzen zu müssen. Einem dieser drei Meilensteine der Menschheitsgeschichte behaupten die Forscher auf die Spur gekommen zu sein. Die klugen Köpfe haben nämlich ein Pflaster entwickelt, welches sich Nanotechnologie zunutze macht, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln und energiespeicherndes weißes Fett in energieverbrennendes braunes Fett umzuwandeln.

Dazu haben die Forscher ein spezielles Medikament in Nanopartikel gehüllt, welche einen Durchmesser von gerade mal 250 Nanometern aufweisen. Damit wiederum bestückte man Pflaster von der Größe einer Fingerspitze, welche das Medikament dann nach und nach über mikroskopisch kleine Nadeln in die Haut abgeben.

Kleines Pflaster, große Wirkung

Und siehe da: Einem Bericht der Fachzeitschrift „ACS Nano“ zufolge waren erste Tests an Mäusen erfolgreich. An den Körperstellen, die mit dem Pflaster behandelt worden waren, ging der Anteil an Körperfett um 20 Prozent zurück.

Viele Leute werden wahrscheinlich begeistert sein zu hören, dass wir möglicherweise mit einer nicht-invasiven Alternative zum Fettabsaugen Speckröllchen reduzieren können“, freut sich ein Mit-Autor der Studie, Li Qiang, und betont, dass das Pflaster auf lange Sicht aber vor allem zur Behandlung von Fettleibigkeit und damit verbundenen Stoffwechselstörungen wie Diabetes eingesetzt werden soll.

So ganz neu ist der Ansatz indes nicht. Tatsächlich gibt es besagtes Medikament schon länger in Tablettenform oder als Injektion. Die Nebenwirkungen sind zum Teil jedoch ziemlich heftig. Im Falle des Pflasters, welches den Wirkstoff direkt ins Fettgewebe abgibt, sind die Versuchstiere von negativen Folgen bisher allerdings verschont geblieben. Hoffen wir mal, dass es so bleibt!

Quelle: rp-online.de