Anti-Billigfleisch: Höhere Fleisch-Preise gefordert – Ganz hoch auf den Agenden der Welt stehen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Im gleichen Atemzug gehört auch der Tierschutz genannt. Diesbezüglich will man in Deutschland zum Beispiel weg vom Billigfleisch, wie es mittlerweile auch große Discounter offiziell bekanntgaben.

Schnitzel vom Kalb muss mindestens 25 Euro kosten

Generell sollten sich Kunden, dem Tierwohl zuliebe, schon einmal auf höhere Fleisch-Preise einstellen. Eine der breites jetzt darauf einschwört ist Stephan von Bülow, Chef der Steak-Kette „Block House“. So sagt Bülow: „Wer künftig ein Schnitzel vom Kalb bestellt, muss mindestens 25 Euro bezahlen. Das sind wir dem Tierwohl schuldig: Denn wenn die Tiere artgerecht gehalten werden sollen, kostet das eben mehr Geld.“  
 
Die „Block House“-Kette ist hier vielen bereits einen guten Schritt voraus und geht mit guten Beispiel voran. „Unsere Jungrinder bleiben nach der Geburt ein halbes Jahr bei ihren Müttern, sind mindestens sechs Monate im Jahr auf der Weide und stehen im Winter in offenen Ställen, die sie jederzeit verlassen können. Medikamente gibt es nur dann, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist. Auch was die Qualität des Futters angeht, machen wir unseren Vertragsbauern klare Vorgaben.“

Die Zeiten für 10-Euro-Schnitzel sind vorbei

Dies hat natürlich zur Folge, dass man künftig keine Billigpreise beim Fleisch-Konsum erwarten kann. Bülow: „Die Zeit, in denen ein Schnitzel für unter zehn Euro verkauft wurde, sind vorbei.“ Bis es soweit ist, muss aber erst einmal das große Umdenken in der gesamten Gastronomie-Szene stattfinden.

Dies nicht nur was die Fleischpreise angeht, sondern auch die Behandlung sowie Bezahlung der Mitarbeiter. Punkte, wo laut Bülow in der Vergangenheit einige Fehler gemacht wurden und was folglich so nicht weitergehen kann.

Letztendlich schaut der „Block House“-Geschäftsführer was ein generell höheres Preisniveau beim Fleisch betrifft, positiv in die Zukunft: „Ich bin davon überzeugt, dass die Bereitschaft dafür zu zahlen bei den Kunden weiter steigt.“

Quelle: bild.de