Hi, ich bin's wieder, Nora. Nachdem ich euch beim letzten Mal über das leidige Thema Körperbehaarung (hier nachlesen) aufgeklärt habe, geht es nun ans Eingemachte. Die meisten Männer haben keinen blassen Schimmer, was Frauen beim Vorspiel wirklich wollen. Damit wir uns auf heißen Sex freuen können und euch peinliche Situationen erspart bleiben, solltet ihr gut aufpassen. Hier könnt ihr was lernen! Das Wichtigste vorweg: Es geht vor allem um Beobachtung, das Gespür für die Stimmung und darum, wie geschickt ihr die Hände oder eure Zunge einsetzt. Dann bringt ihr uns ganz leicht zum Schnurren.

Erkennen, was Frau gefällt

Wenn ihr tatsächlich glaubt, dass das Vorspiel vollkommen überbewertet ist, habt ihr so einiges verpasst. Klar, die schnelle Nummer zwischendurch kann auch geil sein. Nicht nur ihr Männer träumt ab und an von einem versauten Quickie in der Küche oder im Auto, aber das befriedigt uns nicht immer. Glaubt mir, wir brauchen mehr als das langweilige Rein- und Raus-Spiel. Was genau, das kommt auf die Stimmung an. Als Frau nehmen wir uns das Vorrecht heraus, unsere Meinung zu ändern. Was uns heute gefällt, kann morgen schon ein alter Hut sein. Deshalb ist es ratsam, ein Gespür dafür zu entwickeln, was uns in welcher Situation anturnt. Sonst landet ihr keinen Stich, das lasst euch gesagt sein.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Küsse das beste Indiz für unsere Sex-Stimmung sind. Auch wenn wir es nicht sagen, verraten wir euch damit doch eine Menge darüber, wie ihr uns denn nun nehmen sollt. Gehen wir ran, pressen uns an euch und fressen euch fast auf, könnt ihr euch ein ausgedehntes Vorspiel sparen – alles, was wir wollen, ist, dass ihr es uns richtig besorgt. Küssen wir euch sanft und eher zurückhaltend, verlangen wir von euch dasselbe. Ignoriert ihr unseren eindeutigen Hinweis, kann das frustrierend enden. Ich hatte zum Beispiel einen Freund, der einfach nicht kapiert hat, wie er es anstellen soll. Deshalb hatte ich in unserer Beziehung öfter Migräne als eine Horde betrunkener Teenager nach einer Partynacht. Damit wir diese „Keinen Sex für euch“-Karte nicht ausspielen müssen, gibt es einen simplen Tipp: Lernt unsere Signale zu deuten!

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – oder nicht?

Wenn ihr jetzt meckert, dass wir euch einfach sagen könnten, was wir von euch wollen, beweist ihr ein Mal mehr, dass ihr beim Thema Frauenkunde die eine oder andere Nachhilfestunde nehmen solltet. Zu eurer Information: Wir möchten nicht immer alles erklären müssen – das macht kein Höschen feucht. Deshalb geben wir körperliche Signale. Auch wenn manche Hollywood-Schnulze suggeriert, dass es heiß sei, wenn er fragt, ob er sie denn küssen darf, springen wir eher darauf an, wenn ihr Taten sprechen lasst. Die einzigen Worte, die wir im Schlafzimmer hören wollen, sind Dirty Talk. Ein Vorspiel, das uns um den Verstand und auf Touren bringt.

Die Krux mit der Brust: Was macht ihr falsch?

Dass ihr Brüste liebt, ist uns klar und wir finden sie auch nicht übel. Aber beim Vorspiel einfach stumpf unsere Hupen drücken und darauf warten, dass der Motor anspringt, ist auch für euch ziemlich schwach. Jede Frau steht auf etwas anderes und reagiert anders auf die Berührung ihrer Brüste. Mit einer gefühlvollen Streicheleinheit könnt ihr aber erstmal nichts falsch machen. Tastet euch weiter ran und beginnt, etwas stärker zu massieren. Zuckt sie weg, heißt das übersetzt: „Mach das nicht noch mal, du Schwachkopf!" Stöhnen und Bewegungen in eure Richtung dürft ihr als positives Feedback verbuchen. Dasselbe gilt für alle anderen Dinge, die ihr mit unseren Möpsen anstellt: Egal ob knabbern, saugen oder lecken – wir zeigen euch schon, ob ihr euch als Versager entpuppt oder uns in Ekstase versetzt. Gebt euch also gefälligst etwas Mühe und zieht nicht einfach euer Ding durch, sonst machen wir euch doch nur einen Strich durch die Rechnung.

Wie du mir, so ich dir – orale Freuden

Zum Vorspiel kann, neben geschicktem Fingereinsatz, auch Oralsex gehören. Doch erwartet nicht, dass wir die ganze Arbeit machen. Wisst ihr, warum wir uns oft so zieren, wenn es um einen Blowjob geht? Weil ihr nur fordert und wir rein gar nichts davon haben. Meine beste Freundin Jasmin war mal mit 'nem Typen zusammen, der ständig einen geblasen haben wollte. Aber immer, wenn sie seine Zunge zwischen ihren Schenkeln spüren wollte, weigerte er sich. Ihm mache das keinen Spaß oder er möge den Geschmack nicht, waren die fadenscheinigen Ausreden. Ganz ehrlich? Hier gilt quid pro quo – wir finden es genauso geil, geleckt zu werden, wie ihr darauf steht, wenn wir euer Teil in den Mund nehmen. Wollt ihr orale Freuden erleben, dann hört auf, so ein Weichei zu sein, und legt los.

Beim Sex und eben auch beim Vorspiel hat jeder so seine Vorlieben. Auch wenn ihr meint, zu wissen, auf was eure Bettgespielin steht – meist liegt ihr total daneben. Damit sie den Spaß am Sex nicht vortäuschen muss und euch öfter ran lässt, solltet ihr versuchen, ihre Signale besser zu deuten. Das hilft nicht nur bei einem Streit, sondern auch im Bett. Habt ihr erst kapiert, worauf ihr achten müsst, ist der Weg zum Ehrentitel „Sexgott“ nicht mehr weit. Und wenn ihr den unteren Regionen die verdiente Aufmerksamkeit zukommen lasst, ist mit großer Wahrscheinlichkeit der eine oder andere Blowjob für euch drin.

Eure Nora