Und es ist mal wieder Abmahnungszeit. Alle Jahre wieder glauben irgendwelche Betrüger, es sei ein lohnenswertes Geschäft, einfach mal einen Schwung Briefe auf den Weg zu schicken, die leicht zu verunsichernde Menschen als ernstzunehmende Zahlungsaufforderung deuten. Natürlich muss man mit Konsequenzen rechnen, wenn man beispielsweise über Tauschbörsen Filme verbreitet. Sollte euch aber dieser Tage per Fax oder Post ein Schreiben der Berliner Kanzlei Schmidt ins Haus flattern, dann ab in den Müll damit!

Wie Mimikama.at berichtet, handelt es sich dabei nämlich um eine dreiste Abzocke. Auf den ersten Blick seriös, werdet ihr in dem Brief angeklagt, urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet zu haben. Im Speziellen soll es sich dabei um einen Erotikfilm gehandelt haben. Jedoch könnt ihr das drohende Verfahren noch abwenden, indem ihr der Kanzlei im Sinne einer außergerichtlichen Lösung 950 Euro zahlt.


Und zugegeben, auf eine Fälschung mit offiziellem Briefkopf, Foto des vermeintlichen Anwalts, Nennung des Klägers sowie einer Webseite und Kontodaten kann man durchaus reinfallen. Jedoch sollte man stutzig werden, wenn die Zahlungsfrist wie in diesem Fall gerade mal einen Tag betragen soll. Abgesehen davon wurde unlängst bekannt, dass das Foto des Anwalts von einer Fotobörse stammt.

Und selbst die Rechtsanwaltskammer Berlin warnt vor den Betrügern:

Hierzu teilen wir mit, dass es sich nach unseren bisherigen Erkenntnissen bei der „Kanzlei Schmidt [Urheber- und Wettbewerbsrecht]“ nicht um eine Rechtsanwaltskanzlei handelt. Keine der auf dem Briefkopf genannten Personen ist zur Rechtsanwaltschaft zugelassen.

Weiterhin wird empfohlen, sich an direkt an die Staatsanwaltschaft Berlin zu wenden, wenn man einen solchen Brief erhält. Viel einfacher ist es aber wohl wie gesagt, das Ding einfach direkt in den Müll zu werfen!

/ bild.de I Foto: Freewave

Quelle: Mimikama.at