30.000 Menschen. Die Einwohnerzahl einer durchschnittlichen Kleinstadt. Die Besuchermenge eines mittelgroßen Rock- oder Rap-Festivals. 30.000 Menschen beträgt auch die Menge der jährlichen Verkehrstoten auf russischen Straßen. Doch man hat in Russland scheinbar genug davon – und will den Verkehr beruhigen. Auf einmalige Weise – mit halbnackten Mädels.

Die wurden im Zuge eines Versuchs oben ohne an den Straßen der russischen Region Nizhny Novgorod, circa 400km entfernt von Moskau, postiert. Sie bekamen noch ein … ähem … wenig damenhaftes Polizistinnen-Nichts spendiert und hielten Verkehrsschilder mit den Aufschriften „40“ beziehungsweise „60“ hoch. Je nachdem, wo sie sich aufhielten – 40 und 60 Meilen pro Stunde stehen für die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf russischen Straßen inner- bzw. außerorts.

Schaut man sich diese Art der Verkehrsberuhigung an, denkt man: Das könnte bald auch außerhalb russischer Gefilde für Furore sorgen. Oder für Ärger. Das Ganze war ein Experiment der russischen Organisation „Autodvijenie“ – und von Erfolg gekrönt. Vornehmlich männliche Fahrer verlangsamten ihre Gefährte, um die beiden Damen besser aus der Nähe und in allen … Details zu bewundern. MANN.TV fragt sich, wann der ADAC nachzieht und eigene „Gelbe Engel“ auf die Straße bringt – andererseits: Lieber nicht. Statt Beruhigung hagelt es hierzulande wohl eher Anzeigen. Wegen Erregung. Öffentlichen Ärgernisses.