Es klingt zunächst wie ein schlechter Scherz: Einem Mann, der ausgerechnet in einem südkolumbianischen Dorf Namens "Gigante" lebt, musste der Penis nach einer Dauererektion amputiert werden. Und doch handelt es sich hierbei um eine wahre Geschichte, die alles andere als komisch ist.

Nach eigenen Angaben nahm der 66-Jährige wie gewohnt die übliche Menge eines Viagra-ähnlichen Mittels ein, woraufhin sein alter Kumpel erwartungsgemäß auch brav das Köpfchen gen Himmel reckte. Nach guten 12 Stunden (!) wurde das Ganze allerdings dann doch recht schmerzhaft. Da der Lümmel zudem keinerlei Anzeichen machte, auch mal wieder lockerzulassen, suchte der bemitleidenswerte Herr die Notaufnahme einer nahegelegenen Uni-Klinik auf.

Die Diagnose: Penisbruch! Die Membran des Schwellkörpers war als Folge der extremen Schwellung eingerissen. Abgestorbenes Gewebe und eine sich ausbreitende Wundinfektion machten eine Amputation des Gliedes unumgänglich.

Aber keine Panik, die Ärzte gehen fest davon aus, dass der Herr im dargestellten Fall Opfer einer Überdosis wurde und sich bei seinen Angaben lediglich auf eine Lüge versteifte. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas bei korrekter Dosierung geschehen kann, ist laut fachlicher Meinung extrem gering.

Und doch warnen wir hiermit ausdrücklich vor gefälschten, frei verkäuflichen Arzneimitteln aus dem Internet oder dem Ausland. Laut der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft können die darin leider viel zu oft enthaltenen falschen oder sogar giftigen Inhaltstoffe im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Im Ernst Jungs: Wenn nötig, geht zum Arzt und lasst euch das Original verschreiben. Scham vor einem Mann zu verspüren, der uns zu unserem eigenen Wohl den Finger in den Po steckt, ist schließlich ebenso albern wie unangebracht!