Viagra scheint mittlerweile salonfähig geworden zu sein. Im Großbritannien wird man das blaue Helferlein demnächst sogar ohne Rezept problemlos in jeder Apotheke erwerben können. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der unkontrollierte Einsatz der Potenzpille auf Dauer Risiken für die Manneskraft birgt. Der Urologe Dr. Seth Rankin hat gegenüber dem „Daily Star“ Antworten zu den wichtigsten Fragen rund im Viagra geliefert, die wir im Folgenden für euch zusammengefasst haben.

Zunächst einmal ist der in den Pillen enthaltene Wirkstoff Sildenafil – ein PDE-5-Hemmer, der gefäßerweiternd und durchblutungsfördernd wirkt – nicht ungefährlich. Bei einer Überdosierung kann es zu einem sogenannten „Priapismus“ kommen. Damit ist eine hartnäckige und schmerzhafte Erektion gemeint, die bis zu 24 Stunden andauern kann und einer sofortigen Behandlung in einem Krankhaus bedarf.

„Eine Dauererektion kann das Penisgewebe nachhaltig beschädigen, es könnte passieren, dass sie in Zukunft überhaupt keinen mehr hochbekommen können“, warnt der Experte. Von einer Dauererektion ist laut Rankin dann die Rede, wenn ein Glied mehr als vier Stunden in steifem Zustand bleibt. In der Folge kann es durchaus passieren, dass der Penis abstirbt, weil die natürliche Blutversorgung gestört ist.

Todesursache: Viagra

Als wäre das nicht schon schlimm genug, kann eine Überdosis bei Männern, die unter Herzproblemen leiden, sogar zu einem Herzinfarkt führen. Das bedeutet, dass Viagra als Todesursache nicht ausgeschlossen ist. Von daher rät Rankin Männern mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen generell von Viagra ab. Er selber würde in seiner Verantwortung als Arzt betroffenen Männern die blauen Pillen aufgrund des Gesundheitsrisikos nie verschreiben!

Zu den genannten Risiken gesellen sich zudem noch diverse Nebenwirkungen wie Benommenheit, eine verstopfte Nase, Rötungen im Gesicht und Kopfschmerzen.

Alles in allem sollte also davon abgesehen werden, das Medikament einfach nur zum Spaß und ohne ärztliche Aufsicht einzunehmen. Ob die Briten sich dessen auch bewusst sind, wird sich zeigen. Hierzulande bleibt Viagra jedenfalls nach wie vor rezeptpflichtig, und das ist wohl auch ganz gut so.

Quelle: tag24.de