Neben Musik und Kinofilmen werden besonders „Filmchen“ mit pornografischen Inhalten gerne im Internet zum Herunterladen angeboten. Bis dato wurde angenommen, dass das illegale Herunterladen Urheberrechte verletzt und somit strafrechtlich verfolgt werden kann.

In Deutschland erlitt die Pornoindustrie vor Gericht nun aber genau in diesem Bereich eine herbe Niederlage. Zur Debatte standen zwei Pornofilme, die von deutschen Internetnutzern heruntergeladen wurden. Daraufhin klagte die Produktionsfirma eben jene User an. Grund: Urheberrechtsverletzungen.

Das Gericht urteilte jedoch zugunsten der Angeklagten. Laut dem Münchner Landesgericht zeigen die Filme primitive sexuelle Handlungen, denen es an persönlicher geistiger Schöpfung fehle. Ergo fallen die Streifen nicht unter das Urheberrechtsgesetz.

Bei den beiden Filmen handelt es sich um "Flexible Beauty" und "Young Passion", die hierzulande weder im Handel noch auf einschlägigen Plattformen erschienen sind. Dementsprechend greifen auch die Paragraphen des hiesigen Laufbilderschutzes nicht.

Mit dieser Handlung ist das bayrische Gericht eines der wenigen, das sich in so einem Fall gegen die Pornoindustrie entscheidet.

Quelle: Heise