Hahaha, ihr werdet bestimmt nicht glauben, was hier passiert ist, aber ich erzähle es natürlich trotzdem. Passt uff: Letztens hat ein Kollege auf der Jagd nach interessanten Themen, zwei Twerking-Videos herausgesucht, von denen der Chef auch eines absegnete. So sinnbefreit die meisten dieser Clips auch sein mögen, sie triggern zuverlässig den Bereich des männlichen Neocortex, der für die visuelle Lustreizverarbeitung zuständig ist. Das ist schön für das Publikum, jedoch schlecht für den Redakteur, der dazu schließlich etwas schreiben muss.

Wenn man eine ideenlose halbe Stunde lang vor einem leeren Blatt digitalen Papieres sitzt, ist der Frust verständlicherweise groß, so dass der besagte Kollege irgendwann entnervt das Handtuch warf, was ja auch keine Schande ist. Allerdings darf ein solches Video nicht verschwendet werden. Immerhin hat das Suchen Geld gekostet. Und so wurde der heikle Artikel weitergereicht.

Das Problem daran, wenn man sich schon gefühlt tausend Texte zu dem Thema aus den Rippen geschnitzt hat, ist, dass es mit jedem Mal noch schwieriger wird, als es ohnehin schon ist. Dementsprechend wollte mir die Logik des Chefs nicht so recht einleuchten, als dieser mit den Worten „Du machst doch sonst auch alle Twerking-Artikel“ ausgerechnet an meinen Schreibtisch herantrat. Es hat schon seinen Grund, weshalb ich diese Themen nicht mehr vorschlage. Aber gut, dafür werde ich schließlich bezahlt und es gibt weiß Gott schlimmeres, als seine Kreativität wackelnden Ärschen zu widmen.

Also ran ans Werk…

Letzten Endes wurde nach ein wenig Recherche doch noch ein kleiner aber feiner Artikel daraus, der sich im Wesentlichen der Person hinter der Tänzerin widmete. Der letzte zu diesem Thema, wie ich mir schwor. Dumm nur, dass sich einen Tag später herausstellte, dass diesem der falsche Link zugrunde lag. Ihr erinnert euch? Es gab zwei Vorschläge, von denen jedoch nur einer angenommen wurde. Tja, und ich hatte den Falschen benutzt. Doch wie gesagt: Ein angenommener Vorschlag wird verarbeitet. Koste es was es wolle!

Und so sitze ich wieder hier, eine ideenlose halbe Stunde lang vor einem leeren Blatt digitalen Papieres, die ich im Wesentlichen damit verbringe, meinen Kollegen zu verfluchen. Und auch wenn ihr diese kleine Geschichte womöglich nur mäßig bis gar nicht spannend findet, wisst ihr doch nun zumindest, warum ich sie euch erzähle. Ist vielleicht einfach eine dieser Nummern, bei denen man hätte dabei sein müssen. Auch wenn ich gerne darauf verzichtet hätte.

So, und nun viel Spaß bei der folgenden sexy Twerking-Choreographie! Shake it Baby!