Ganz ehrlich, ohne Frauen wäre die Welt nur ein bemitleidenswerter Himmelskörper im Universum – und das in Bezug auf alle Lebenslagen. Darüber hinaus zieht uns das weibliche Geschlecht mit einer Magie an, die man oftmals nur schwer erklären kann. Und natürlich finden wir Frauen auch sexy. Am offensichtlichsten dann, wenn sie mit Ausstrahlung, Charisma, Selbstbewusstsein und aus freien Stücken ihre ganze Schönheit offenbaren. Dass dies niveauvoll aufbereitet und mit einem künstlerischen Aspekt geschehen kann, beweisen tagtäglich Hunderte Models der Suicide Girls auf www.suicidegirls.com. Das Attraktivste daran: Sie entsprechen oftmals nicht dem allgemeinen, oft trügerischen und oberflächlichen Schönheitsideal.

SuicideGirls ist eine Webpräsenz, die seit 2001 besteht und sich mehr als eine subkulturell verankerte Community sieht. Neben Blogs, Chats, Foren, Interviews mit Künstlern, von Woody Allen bis zu Rob Zombie, oder redaktionellen Texten, sind es vor allem die Erotikfotografien, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgen. Zum Großteil sind es Models mit alternativem Aussehen, die den Suicide Girls ihren Ruhm einbringen und sie zu einem Online-Phänomen gemacht haben. Damals galten sie als Pin-ups des Undergrounds, was sich mit den Jahren komplett gewandelt hat.

Die selbstsicheren Models mit oder ohne Körperschmuck in Form von künstlerischen Tätowierungen oder im Lichte blinkender Piercings sind heute berühmt-berüchtigt und en vogue. Bei einer Million Homepage-Besuchern in der Woche, über fünf Millionen Facebook-Fans und 500.000 Followers auf instagram sprechen die nackten Zahlen für sich. Das sorgt für Aufmerksamkeit, die sie gerne außerhalb der Seite bedienen. Vor Kurzem wurde das dritte Pin-up-Buch „SuicideGirls: Hard Girls, Soft Light“ veröffentlicht, es gibt eigene Comicbände, ihre gedrehten Filme fünf und sechs laufen an und sie sind auf den TV-Sendern CSI , MTV sowie E! Entertainment gerngesehene Gäste. Darüber hinaus gehen sie bald mit ihrer neuen Burlesque-Show auf Tour, inklusive eines Auftritts im Vorprogramm von Guns N' Roses.

Gegründet wurde SuicideGirls im Sommer 2001 von Fotografin Selena Mooney (Missy Suicide) und Webdesigner Sean Suhl. Eigentlich wollte Missy eine lose Plattform schaffen, um die Grazie und Schönheit ihrer Freundinnen festzuhalten, die sie so sehr bewunderte und faszinierte. Insbesondere die Tattoos und Piercings der Skater-Girls machten sie für Missy zu den hübschesten Mädchen der Welt. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie noch nicht, wie sehr diese alternativen Schönheiten von vielen anderen Menschen mit offenen Armen gefeiert werden würden.

Es ist der anarchische Charme, die Pin-up-Ästhetik, in der sich die Mädels mit aller Selbstverständlichkeit zeigen. Bedient werden vor allem Subkulturen wie Emo, Punkrock, Metal, Rockabilly, Gothic, Burlesque und vieles mehr. Was man nicht hoch genug hängen kann, ist die Tatsache, dass ein Großteil der Frauen nicht dem typischen Beuteschema der Männer entspricht: Silikonbrüste, von der Sonne braungetoastete Mädels im „Baywatch“-Look, aufgeblasene Lippen und chirurgisch umfrisierte Damen aus der Schönheitsfabrik sucht man bei den SG-Girls vergebens. Missy Suicide bringt es gut auf den Punkt: „Wenn einige Leute sagen, wir seien seltsam, ist es genau das, was uns so wunderschön macht.“

Gewählt wird ein potentielles Suicide Girl übrigens, indem sie ihr Foto-Set auf der Seite hochlädt, das im Anschluss von den Mitgliedern bewertet wird. Die beliebtesten werden daraufhin von Missy und ihren Kolleginnen in die Kategorie Suicide Girl aufgenommen. Dabei entscheidet ausschließlich die Ausstrahlung und Selbstsicherheit, nie aber die Figur (im Model-Business gern „shape“ genannt).

Schlussendlich ist es genau diese Attitüde, die aus einer Idee eine überaus erfolgreiche, englischsprachige Webseite gemacht hat. Eine Anlaufstelle für Interessierte von erotischer Kunst, Akt, Alt-Porn und einer weltweit agierenden Community. Stillstand wird es nicht geben, bringt die Zukunft doch reichlich Arbeit mit sich. So steht ein kompletter Website-Relaunch an, es wird neue Merchandise-Artikel geben, Filme, Bücher und die besagte Burlesque-Tour. Die alternativen Beautys fern der Schönheitsfabrik sind im Jahre 2013 gefragter denn je!

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