Studie: Die 8 Gründe für Untreue – Vom Partner betrogen zu werden ist eine Erfahrung, die man niemandem wünscht. In den meisten Fällen liegt die Beziehung danach in Trümmern und immer wieder trifft es Paare, von denen man vermeintlich annehmen sollte, dass daheim alles im Lot ist. Was sind also die Gründe dafür, dass so viele Menschen eine Affäre riskieren und damit auch, diejenigen, die ihnen doch eigentlich am nächsten stehen sollten, bis ins Mark zu verletzen?

Nun sollte man meinen, dass vor allem die Lust nach Abwechslung in Sachen Sexualpartner lockt, aber wie eine amerikanische Studie ans Licht brachte, ist dies bei Weitem nicht der häufigste Grund. Im Zuge der Untersuchung mit dem Titel „What do people do, say, and feel when they have affairs?“ hat ein Team von der University of Maryland 495 Teilnehmer, die zugaben ihren Partner betrogen zu haben, nach den Gründen befragt.

Dabei kristallisierten sich acht Hauptgründe heraus.

1. Rache

In den meisten Fällen gaben die Befragten an, sich aufgrund eines vorangegangenen Streits oder der Untreue des anderen Partners mit dem Seitensprung rächen zu wollen.

2. Selbstwertgefühl

Viele der Teilnehmer gaben zu Protokoll, sich durch den Betrug besser fühlen zu wollen, stärke dieser doch ihrer Meinung nach das eigene Gefühl der Autonomie.

3. Zu wenig Liebe

Die fehlende Liebe für den Partner wurde ebenfalls als Grund genannt, sich in eine Affäre zu stürzen.

4. Geringe Bindung

Vermutlich als die etwas abgeschwächter Variante zum vorherigen Punkt zu verstehen, gaben manche Teilnehmer an, dass sie fremdgegangen seien, weil sie sich aufgrund einer fehlenden Bindung zum Partner nicht mehr richtig in einer Beziehung gefühlt hätten.

5. Abwechslung

Ohne große Umschweife wollten einige bloß mal mit jemand anderem schlafen.

6. Vernachlässigung

Nicht selten treiben einen auch die Gefühle von Vernachlässigung und emotionaler Distanziertheit seitens des Partners in die Arme eines anderen.

7. Sexuelles Begehren

Verliert der Partner das sexuelle Interesse, versucht der untreue Partner sein sexuelles Verlangen eben woanders zu stillen.

8. Situationsbedingt

Zuweilen entsteht ein Treuebruch einfach aus der Situation heraus. Einige gaben an, betrunken gewesen zu sein, andere, sich von dem Stress von Familie, Schule oder Arbeit ablenken zu wollen.

Zu erwähnen ist dabei noch, dass der Grund, welcher zur Untreue geführt hat, einen großen Einfluss auf die Länge der Affäre ausübt. Den Forschern zufolge dauern Affären am längsten an, wenn diese aus Rache, mangelnder Liebe und fehlender Abwechslung resultierten. Situationsbedingte Liebeleien hätten indes allgemein nur eine recht kurze Halbwertszeit. Frauen pflegten außerdem längere Affären als Männer, da sie sich deutlich eher emotional involvieren.

Zudem entspringt der Studie zufolge nur aus einer von zehn Affären auch eine Beziehung. In den meisten Fällen bricht der Kontakt ab, nur wenige blieben Freunde oder sahen sich noch gelegentlich.

Quelle: rtl.de