Wer sich um künftigen Nachwuchs sorgt, der sollte sich wohl öfters aus dem Stuhl erheben und Sport treiben. Nicht nur, dass sich die Chance erhöht, dank einer fitten Figur eine potenzielle Partnerin kennenzulernen, nein, Sport soll sich auch positiv auf die Qualität der Spermien auswirken.

Wie die Harvard School of Public Health jetzt in einer Untersuchung mit 200 Männern zwischen 18 und 22 Jahren herausfand, haben Sporttreibende nicht nur mehr Spermien, sondern auch beweglichere. Ein wichtiger Faktor für die Fruchtbarkeit. Die Forscher dokumentierten, wie viele Stunden die Probanden Sport trieben oder vor dem Fernseher saßen. Das Ergebnis: Männer, die mehr als 20 Stunden die Woche vor dem Fernseher saßen, hatten im Durchschnitt 44 Prozent weniger Spermien als diejenigen, die darauf verzichteten.

Auch unter Sportlern gab es Unterschiede: Männer, die mehr als 15 Stunden wöchentlich Sport trieben, hatten eine um 73 Prozent höhere Spermienkonzentration als diejenigen, die weniger als fünf Stunden die Woche Sport trieben. Wer etwas für seine Spermaqualität tun möchte, könne jederzeit damit anfangen, seinen Lebensstil zu ändern. Alle drei Monate produzieren Männer anscheinend neues Sperma, dessen Qualität mit Bewegung beeinflusst werden kann.
 
Bevor ihr euch jetzt aber in eine willkürliche Sportart schmeißt, hier noch ein Hinweis: Nicht jeder Sport fördert eure Fruchtbarkeit gleichermaßen. Radfahren schnitt bei der Untersuchung beispielsweise deutlich schlechter ab als Basketball.