Im Job, beim Militär oder in der Medizin: Roboter, wo man nur hinsieht – sie sollen dem Menschen das Leben einfacher machen. Doch ist jeder ein Freund davon? Eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation geht dieser und anderen Fragen nach. Die Studie hört auf den Namen „Homo Digitalis“ und wurde in Zusammenarbeit mit dem BR, Arte sowie dem ORF angestrengt, um Antworten darüber zu liefern, wie die Digitalisierung die Menschheit und ihre Bedürfnisse beeinflussen wird. 

Bis zum Frühjahr 2018 ist die Studie noch geöffnet und freiwillige Probanden können hier via Facebook oder unter der Webseite „homodigitalis.tv“ daran teilnehmen. Dabei findet die Studie nicht klassisch statt, sondern in Form von Mini-Spielen bzw. einem Chat.

Die Untersuchung offenbart bislang unter anderem, dass 20 Prozent der Bundesbürger gerne einmal in naher Zukunft Verkehr mit einem Sexroboter haben würden. Ein Großteil der Befragten schließt eine solche Möglichkeit in fernerer Zukunft für sich zumindest nicht aus. 6 Prozent der Teilnehmer könnten sich gar vorstellen, sich in einen Roboter zu verlieben, doch die überwiegende Mehrheit (70 Prozent) verneint dies kategorisch.

Mehr als die Hälfte der Befragten hat auch kein oder nur vielleicht ein geringes Problem damit, sollte ihr Partner es mit einem Sexroboter treiben – ein eindeutiges Ergebnis, dass solche Roboter nicht als Partnerersatz, sondern nur als Sexspielzeug wahrgenommen werden, wie Studien-Wissenschaftlerin Kathrin Pollmann erläutert. „Für uns ist die Studie auch ein Experiment, wie wir Umfragen so gestalten können, dass der Nutzer Spaß daran hat“, erläutert Pollmann den ungewöhnlichen Umfrage-Ansatz.