Junge Männer haben weitaus weniger Sex, als es früher der Fall war. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Allgemeine Umfrage der University of Chicago. Nach Meinung einer an der Studie beteiligten Psychologin verbringen sie zu viel Zeit mit dem Streamen von Videos, in den sozialen Medien und beim Videospielen.

Die Studie ist Teil eines Programms des nationalen Meinungsforschungsinstituts „NORC“ der Universität von Chicago und wird seit 1972 alle zwei Jahre durchgeführt, um Veränderungen der Gesellschaft und deren „wachsende Komplexität“ zu beobachten. Den Studienergebnissen zufolge hatten 23 Prozent der Erwachsenen, beinahe ein Viertel also, im letzten Jahr nicht ein einziges Mal Sex.

Noch bei Mutti wohnen = Bettflaute?

Laut einem Bericht der Washington Post sind ein Großteil dieser 23 Prozent Männer „in den 20ern“. Weiter heißt es in dem Bericht: „Der Anteil der Amerikaner zwischen 18 und 29, die angegeben hatten, im vergangenen Jahr keinen Sex zu haben, hat sich zwischen 2008 und 2018 verdoppelt.“ Bei den Frauen zwischen 18 und 30 betrug der Anteil nur 18 Prozent.

Jean Twenge, Professorin für Psychologie an der San Diego State University, sieht den Grund für die Sex-Abstinenz der jungen Männer in mehreren Faktoren begründet:

„Es gibt mehr Menschen in den 20ern, die nicht mit ihrem Partner zusammenwohnen. Also denke ich, dass es unter diesen Umständen seltener zum Sex kommen wird. Wenn Sie noch zu Hause [bei Ihren Eltern] wohnen, ist es wahrscheinlich schwieriger, Sexualpartner in Ihr Schlafzimmer zu bekommen.“

Twenge sieht auch in der Zunahme moderner Technologie einen potentiellen Grund für die Sexflaute: „(Es gibt) jetzt viel mehr, das man um 22.00 Uhr anstellen kann, als das noch vor 20 Jahren der Fall war.“ – womit sie sich auf „Video-Streams, soziale Medien, Konsolenspiele und den ganzen Rest“ bezieht.

Quelle: ladbible.com