Man sagt ja, von nichts komme nichts. Hieße das im Kehrschluss dann nicht auch, dass viel von viel kommt? Offenbar schon, denn Wissenschaftler der britischen Universität Exeter wollen herausgefunden haben, dass die Geschlechtsorgane des Mannes mit der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs wachsen! Ist es am Ende wirklich so einfach, oder einfach zu schön, um wahr zu sein?

Laut der britischen Zeitung 'Mirror' behaupten die Forscher, dass dieser Prozess von der Evolution so vorgesehen sei. Sie hatten diesen Umstand zuvor bei der Untersuchung von Aaskäfern dokumentiert. Doch nicht nur, dass die männlichen Exemplare durch vermehrten Sex längere Geschlechtsorgane bekamen, auch die Weibchen bekamen plötzlich größere „Klauen“ in ihrem Intimbereich. Aber diesen Teil der Studie möchten wir besser nicht auf den Menschen übertragen!

Dr. Megan Head, eine der Mitautorinnen der Studie, nennt diesen Vorgang ein Gesetz der Natur und führt aus: „Für einen Tango braucht man immer zwei. Das heißt, wenn sich die Form des Genitals eines Geschlechts ändert, dann ändert sich auch die Form des Genitals des anderen Geschlechts. Diesen Vorgang nennen wir Co-Evolution.“

Doch während sich das Männchen über seine nicht zu übersehende Manneskraft sicherlich freut, ergibt sich für das Weibchen daraus ein sexueller Konflikt! Denn dass der männliche Aaskäfer mit einem Riesenlöffel mehr Nachkommen produzieren kann, ist für sie insofern ein Nachteil, als dass sie sich eigentlich nur wenige Male zu paaren braucht, damit all ihre Eier befruchtet werden. Hinzu kommt, dass sie zu zahlreichem Nachwuchs später nicht mehr das nötige Maß an Aufmerksamkeit zukommen lassen kann, das eigentlich zur Aufzucht nötig wäre.

Deshalb deuten die Forscher besagte Klauen als eine Art Abwehrreaktion auf die größeren Geschlechtsteile der Männchen. Irgendwie schauderhaft …