Wer auch nur ein einziges Mal mit offenen Augen mit dem Partner shoppen war, der weiß: Der Konsum beherrscht unser Leben, Waren- und Markenüberfluss, wohin man schaut, mehr Online-Shops und echte Filialen, als man zählen kann. Die Welt scheint im Kaufrausch gefangen zu sein. Eine aktuelle Studie bestätigt dies und setzt noch einen drauf: Shoppen ist den Ergebnissen zufolge befriedigender als Sex.

Wie Washingtoner Wissenschaftler in einer von der Netzplattform „MyndPlay“ in Auftrag gegebenen Untersuchung herausfanden, löst der Kaufrausch einige der stärksten Gefühlsregungen überhaupt bei Menschen aus. Für die Untersuchung wurden zwei Kontrollgruppen aufgestellt. Die eine Hälfte der Probanden sah sich als „begeisterte Käufer“, die beim Shopping vor allem auf Gegenstände und Kleidungsstücke achten, die Individualität und Persönlichkeit hervorheben.

Wie ein Formel-1-Fahrer auf der Zielgeraden

In der zweiten Gruppe fanden sich all jene Probanden wieder, die sich am ehesten als „Mitläufer“ bezeichnen lassen – Menschen, die beim Einkaufen keine reflektierte Entscheidung treffen, sondern eher Wert darauf legen, einem aktuellen Modebild oder -Trend zu huldigen. Dabei zeigte sich: Die Testpersonen der ersten Gruppe fanden Shopping noch befriedigender als Geschlechtsverkehr, ganze 84 Prozent dieser Käufer fühlten so. Die von den Wissenschaftlern gemessenen Hirnströme dieser Shopping-Probanden lassen sich mit denen eines Formel-1-Fahrers beim Zieleinlauf vergleichen.

In der zweiten Gruppe der Testpersonen fühlten sich gerade mal ein Drittel der Käufer besser als beim Sex. Schuldig blieb uns die Studie fundierte Erklärungen, warum ein nicht unwesentlicher Teil der Menschheit beim Shopping wuschig wird. Möglicherweise hatten diese Leute einfach noch nie guten Sex?

Quelle: tag24.de