Die Erektionsstörung. Sie ist einer DER Erzfeinde des Mannes und hat verschiedenste Gründe, seien diese psychologischer oder körperlicher Natur, wie beispielsweise Fettleibigkeit oder Diabetes: All diese Dinge könnten die Grundlage für eine erektile Dysfunktion bilden. Doch die Wissenschaft ist jetzt einer Sache auf der Spur, die Männern mit Erektionsstörungen im wahrsten Sinne auf die Sprünge helfen könnte – und die jeder von uns in seiner Küche hat: Kaffee.

Denn Forscher der Universität von Texas fanden heraus, dass Männer, die zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag trinken, ein 42 Prozent niedrigeres Risiko haben, eine erektile Funktionsstörung zu erleiden.

3724 Probanden wurden im Zuge der Studie untersucht und nach ihren Konsumgewohnheiten zum Thema Koffein ebenso wie zum Thema Erektionsstörungen befragt. Innerhalb der Studie wurde dabei zwischen Kaffee, Tee und Energiedrinks unterschieden. Dabei konnten die Forscher ermitteln, dass Teilnehmer, die zwischen 85 und 170 mg Koffein am Tag zu sich nahmen, ein um 42 Prozent geringeres Risiko für Erektionsstörungen gegenüber solchen aufwiesen, die überhaupt keinen Kaffee zu sich nahmen.

Diese Quote blieb auch angesichts von Faktoren wie Körpergewicht und Blutdruck stabil, was den Wissenschaftlern zufolge nachweist, dass Kaffee den Unterleib stimulieren kann.

Gefäß-erweiternder Kaffee

David S. Lopez, Studienverantwortlicher und Assistenzprofessor an der UTHealth School of Public Health: „Obschon wir bei übergewichtigen und fettleibigen Männern mit Bluthochdruck eine Senkung der Häufigkeit von Erektionsstörungen [durch Kaffeekonsum] verzeichnen konnten, traf dies nicht auf Männer mit Diabetes zu. Diabetes ist einer der stärksten Risikofaktoren für Potenzstörungen, daher war dies kaum überraschend.“

Der Studie zufolge entspannt das Koffein die Penisarterie sowie den Muskel entlang der Schwellkörper. Dies erhöht den Blutfluss zu den Genitalien und beugt zugleich Erektionsstörungen vor.

Bis zu dieser Studie gingen Wissenschaftler davon aus, dass Koffein als Gefäßverenger fungiert, also Blutgefäße abschneidet und damit den Blutfluss zum Penis hemmt. Nun weiß man einem „Unilad“-Artikel zufolge, dass diese Gefäßverengung nur zeitweilig und sehr leicht erfolgt. Koffein erhöht demnach den Blutfluss und stimuliert das zentrale Nervensystem – wovon auch der Penis profitieren kann.

Selbst die Risiken von Typ-2-Diabetes sowie Bluthochdruck können dadurch laut einer Studie, die im „Journal of American College of Cardiology“ veröffentlicht worden war, gesenkt werden.

Potentielle Sekundäreffekte sollen ein Schutz von neurodegenerativen Erkrankungen sowie bessere Asthmakontrolle sein. Doch wie bei jedem Genussgift gilt wohl auch hier das Zauberwort: in Maßen!

Quelle: unilad.co.uk