Es ist vermutlich naiv zu glauben, dass es so etwas wie Gerechtigkeit gibt. Und auch die Wahrheit ist sehr viel lichtscheuer, als es ihr guttut. Doch wenn ein dickes, fettes Lügengebäude mal in sich zusammenstürzt, hinterlässt es zumindest garantiert einen gewaltigen Skandal. So geschehen kürzlich in den USA, als eine Prostituierte zugab, mit 32 Polizisten Sex gehabt zu haben!

Nun mag sich mancher fragen, warum sich denn ein Polizist in seiner Freizeit nicht auch mit einer Prostituierten vergnügen darf? Nun, in den USA ist Sex für Geld illegal und wird normalerweise verfolgt. Zudem ist die junge Dame, die sich Celeste Guap nennt, gerade mal 18 Jahre alt und soll mit mindestens zwei Gesetzeshütern bereits geschlafen haben, als sie noch minderjährig war. Hinzu kommt, dass sie von offizieller Seite sogar vor Razzien gewarnt worden sein soll.

Der Sex-Skandal erstreckt sich über sieben kalifornische Police Departments. Darunter Oakland, San Francisco, Richmond und Alameda County. Raus kam die Nummer, nachdem Celeste in Puerto Rico in eine gefährliche Gegend geraten war und versucht hatte, einen ihrer Polizeikumpels anzurufen. Brendan O'Brien, der mit Guap das erste Mal Sex gehabt haben soll, als sie noch 17 war, ignorierte ihren Anruf jedoch, woraufhin Celeste eine Mail an die Polizei schrieb, in der sie die Namen der Beamten nannte, mit denen sie Sex hatte – auch den von Brendan O'Brien. Wenige Stunden später beging dieser Selbstmord.

Mittlerweile mussten bereits drei Chefs des Oakland Police Departements abdanken, welches schon seit längerer Zeit wegen rassistischer Äußerungen mehrerer Polizisten im Fokus interner Ermittlungen stand. Oaklands Bürgermeisterin Libby Schaaf ging sogar so weit, das Department mit einer Burschenschaft zu vergleichen, deren giftige Macho-Kultur es zu beenden gelte. Guaps Offenbarungen werden sicherlich ihren Teil dazu beitragen. Die Ermittlungen dauern zurzeit noch an.