Sechs Jahre hat es gedauert, bis man sich im australischen Canberra einig wurde. Wer zahlt bei Dienstreisen eigentlich die Arztbesuche, wenn man sich beim Sex verletzt? Fragen, die die Welt bewegen und einer damals 30-jährigen Australierin keine Ruhe ließen.

Die Beamtin verklagte nach einem Sexunglück – sie und ihr Partner rissen versehentlich eine Glaslampe von der Wand, wodurch die Klägerin an Nase und Mund verletzt wurde – nämlich ihre Firma auf Schmerzensgeld. Schließlich müsse die Versicherung des Arbeitgebers die Arztbesuche übernehmen, sollte sie sich verletzen. Die Verletzungen an Nase und Mund sind jedoch nicht das einzige Übel. Nach der Sexkapade hatte die Dame nämlich noch mit posttraumatischen Stresssyndromen zu kämpfen, welche ihr die Arbeit am Arbeitsplatz absolut unmöglich machte.

Jetzt hat das höchste Gericht entschieden, dass die Versicherung des Arbeitgebers nicht für den entstandenen Schaden aufkommen muss. Grund: Sex sei kein normales Vorkommnis einer Dienstreise und – trotz der Bitte, doch eine Nacht in einem Hotel zu übernachten – habe der Arbeitgeber den Sex weder direkt noch indirekt veranlasst. Wer nun auf den Gerichtskosten sitzen bleibt, ist bislang unbekannt.