Habt ihr auch manchmal ein schlechtes Gewissen eurer Frau gegenüber, weil eure heimischen Bett-Gepflogenheiten nicht mal ansatzweise dem entsprechen, was wir hier mal „Hollywood-Sex“ nennen wollen? Stundenlanges akrobatisches Rumgemache vor aufwendiger Kulisse, ein Orgasmus mit Oskar-Qualitäten und den Rest der Nacht mit tiefsinnigen Gesprächen danach verbringen … äh, nein! In der Realität macht man doch eher auffordernd grunzend eine 180-Grad-Rolle auf die Frau drauf (oder umgekehrt) und pennt nach ein paar Minuten auch gleich schon wieder ein. Aber hey, kein Grund sich zu schämen. Denn laut der Wissenschaft sind Quickies sehr viel besser als ihr Ruf!

Amerikanische Forscher den Penn State University haben nämlich unlängst das medial vermittelte Bild vom stundenlangen Sex mit ihren Studien ad absurdum geführt. Im Zuge dieser schnappte man sich 50 Mitglieder der Gesellschaft für Sex-Therapie und Untersuchung, also Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeiter und Krankenschwestern, und bat diese, die zeitliche Länge ihres Liebesaktes festzuhalten.

13 Minuten für die Libido

Und wie sich zeigte, war kurzer, schneller Sex eher die Regel. Dies hat kürzlich auch eine Hamburger Studie bestätigt, welche fünf Minuten als Durchschnittslänge nennt. Natürlich geht es auch noch kürzer, allerdings wurde ein Nümmerchen von ein bis zwei Minuten von den Befragten als zu kurz eingestuft. 10 bis 30 Minuten waren den meisten dagegen wieder zu lang. Alles zwischen drei bis sieben Minuten gilt für den großen Durchschnitt immerhin als annehmbar, optimal ist allerdings ein Stelldichein von sieben bis 13 Minuten!

Insofern tun wir uns keinen Gefallen damit, wenn wir uns in die Vorstellung verrennen, stundenlang pumpen zu müssen. Ganz im Gegenteil, denn derart falsche Fantasien führen letztlich nur zu Enttäuschungen und Frustrationen, was ja auch nicht gut für die Libido sein kann! Deshalb ermahnt Eric Corty, der Autor der Studie, alle Liebenden, dass guter Sex nicht von der Dauer abhängt. Viel wichtiger ist es, was jedes Paar dabei individuell erfahren kann.

Quelle: freundin.de