Jedermann weiß, dass Sex positive gesundheitliche Auswirkungen hat – die Vorteile des Liebesspiels für die Gesundheit sind zu zahlreich, um sie hier aufzuzählen. Doch was passiert mit dem Körper, wenn der Sex ausbleibt? Was, wenn Enthaltsamkeit, Stress oder Partnermangel für monatelange – oder noch längere – Abstinenz sorgen? Auch das hat Konsequenzen, doch die sind alles andere als positiv. Einige der Folgen findet ihr im Folgenden.

Übergewicht:

Bleibt die Bettgymnastik aus, sucht so mancher Mann sich Ersatz – manche zieht es zum Sport, andere zum Heimwerken. Viele greifen unbewusst zu Süßkram oder Fastfood, um ihr Gehirn zur Ausschüttung von belohnenden, glücklichmachenden Hormonen anzuregen – auf Dauer nicht die beste Idee und alles andere als gut für die Figur.

Lebenserwartung sinkt:

Britische Wissenschaftler konnten in einer Langzeitstudie nachweisen, dass sexuell aktive Männer über eine höhere Lebenserwartung verfügen als solche, die abstinent leben. Zwar spielen noch andere Faktoren wie Ernährung, Lebensgewohnheiten und allgemeiner Gesundheitszustand eine Rolle – das Sterblichkeitsrisiko sank bei Männern, die zweimal die Woche oder mehr Sex haben deutlich.

Muskelabbau:

Dass der Sexakt eine ziemlich anstrengende und schweißtreibende Sache sein kann, dürfte den meisten klar sein. Regelmäßiger Sex kann dabei helfen, den Muskelapparat in Form zu halten – außerdem regt der Bettsport die Testosteron-Produktion an. Das Hormon wirkt sich auch positiv auf das Muskelwachstum aus.

Verblödung:

Spaß, natürlich lassen die geistigen Leistungen nicht signifikant nach, nur weil man keinen Geschlechtsverkehr hat. Richtig ist, dass regelmäßiger Sex dem Gehirn dabei hilft, die Neuronen im Hippocampus wachsen zu lassen – Wissenschaftler der Uni von Maryland wiesen nach, dass der regelmäßige Bettsport Intelligenz steigert.

Herzinfarktrisiko steigt:

Eine Studie der American Heart Association wies nach: Ein aktives Sexleben wirkt sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus, es soll nicht nur das Herzinfarktrisiko senken, sondern stabilisiert den Blutdruck und normalisiert den Puls. Im Umkehrschluss können Menschen, die nur wenig oder nur unregelmäßigen Geschlechtsverkehr haben, unter stressbedingten Blutdruckbeschwerden wie Bluthochdruck leiden.

Anfälliger für Stress:

Stress ist ein gutes Stichwort, denn den meisten dürfte klar sein, dass Sex ein idealer Stresskiller ist, weil er entspannt – dies wurde von einer Studie aus der „Psychology Today“ bestätigt. Sex setzt Endorphine und Oxytocin frei, sorgt für Glücksgefühle und allgemeines Wohlbefinden. Fällt er weg, muss das kompensiert werden.

Lust verschwindet:

Die dauernde oder sich oft wiederholende Abwesenheit von Sex kann langfristig zu Unlust führen, ja, man kann den Körper an diesen Zustand gewöhnen. Das führt irgendwann zu einer Abschaltung der Produktion gewisser Sexualhormone. Die Folge: die Libido verschwindet. Laut Sextherapeutin Dr. Tammy Nelson in einem Artikel der „Medical Daily“ hilft dagegen nur ein Mittel: „Sex.“

Immunsystem schwächelt:

Wer gerne Sex hat, der setzt sich damit den Krankheiten, den Keimen und Viren anderer Menschen aus – die Folge: Das Immunsystem wird angekurbelt, muss arbeiten, sich anpassen und lernen. Das steigert die Abwehrkräfte, eine Studie der britischen Universität von Cardiff kommt zu dem Schluss, dass zwei- bis dreimaliger Sex pro Woche ideal für eine solche Stärkung ist. Wer hingegen monatelang auf Geschlechtsverkehr verzichtet, dem fehlt dieses „Training“.

Erektionsstörung:

Eines der gefürchtetsten Männerprobleme und die heimliche Angst, kein ganzer Kerl mehr zu sein: Mehrere voneinander unabhängige Studien wiesen nach, dass Männer, die über längere Zeit keinen Sex haben, eher zu Erektionsproblemen neigen, während regelmäßiger Geschlechtsverkehr sich potenzsteigernd auswirkt. Ganz abgesehen davon soll ein regelmäßiger Samenerguss eine positive Vorbeugung gegen Prostatakrebs darstellen.

Quelle: t-online.de