Manchmal fragt man sich, wo eigentlich all diese Statistiken herkommen, die unseren Alltag in leicht verdauliche Zahlen herunterbrechen. Angeblich machen 60 Prozent dieses, 30 Prozent jenes und 10 Prozent ist eh alles egal. Schnell heißt es dann, man habe es mit gefährlichem Halbwissen zu tun. Allerdings wollen wir bei all der Skepsis zu bedenken geben, dass es tatsächlich Leute gibt, die mit genau so etwas ihr Geld verdienen. Nehmen wir als aktuelles Beispiel die Herrschaften der TU Braunschweig, die sich das Sexualverhalten der Deutschen genauer angeschaut haben.

Mit welchen Argumenten die Experten die Finanzierung ihrer Studie durchgeboxt haben, werden wir wohl nie erfahren, dafür wissen wir aber nun, dass der Großteil der Frauen und Männer in Deutschland nach wie vor den guten, alten Vaginalsex bevorzugt.

Blow, blow, blow your Boat …

Fast ebenso weit verbreitet und heutzutage fast schon obligatorisch geworden ist der allseits beliebte Oralverkehr. Immerhin blasen sich rund 90 Prozent aller Paare zwischen 25 bis 44 Jahre im Bett regelmäßig gegenseitig Wind in die Segel.

Im Vergleich dazu hat der Analsex zwar immer noch das Nachsehen, doch allmählich rollt der „Sport im Zweiten“ das Feld von hinten auf. Der Studie zufolge haben bereits 36 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer schon mal einen Tisch im braunen Salon gebucht. Wobei wir vermuten, dass die Dunkelziffer derer, dich sich der Po-Piraterie schuldig gemacht haben, deutlich höher liegen dürfte.

Hoffentlich gilt Gleiches nicht für den Seitensprung. Im Zuge der Untersuchung gab ohnehin schon jede vierte Frau und jeder dritte Mann zu, bereits fremdgegangen zu sein. Allerdings kann man das Ergebnis auch so deuten, dass die meisten Deutschen ihrem Partner treu sind. Und so klingt es gleich schon viel besser.

Eine Frage des Alters

Wenig überraschend haben die 25- bis 29-Jährigen den größten Verschleiß an Bettfedern. Doch selbst dieser hält sich erstaunlich weit in Grenzen. Junge Männer gehen pro Jahr durchschnittlich 60 Mal im Lustgebirge jodeln, gleichaltrige Frauen dagegen bloß 47 Mal.

Im Alter wird die Luft dann dünner und wir beginnen mit dem Abstieg. Dass es aber auch dabei lustig zugehen kann, beweist die Tatsache, dass 50- bis 60-jährige Männer im Schnitt immerhin noch 34 Mal pro Jahr den Wagen einparken und Frauen dieses Alters immerhin noch 22 Mal das Garagentor öffnen. Mit über 60 Jahren schaffen Männer dann nur noch 17 Ehrenrunden, Frauen 14.

Was die Anzahl der Sexualpartner betrifft, die man im Laufe seines Lebens gehabt haben sollte, geht die Schere zwischen Männlein und Weiblein weit auseinander. Männer halten „zehn“ für angemessen, Frauen dagegen nur „fünf“. Aus Sicht der Studienautoren liegt dies an dem geschlechterspezifischen Verhalten, demzufolge Männer seit jeher gern als Verführer und Eroberer dastehen, während die Frauen sich lieber als zurückhaltend und wählerisch darstellen.

Quelle: focus.de